Am 13. Mai 2026 fand in Kettlasbrunn ein ganz besonderes Frauenfrühstück statt. Organisiert von den ÖVP Frauen Gemeinde Mistelbach und dem Verein Wir.Niederösterreicherinnen, war dies die erste Veranstaltung unter dem neu gewählten Vorstand. Die Wahl des Themas war kaum zufällig: Mental Load, die unsichtbare und oft unerkannte Belastung, die vor allem Frauen im Alltag tragen. Ein Thema, das viele anspricht und berührt, und das ist auch gut so!
Die Teilnehmerinnen hatten die Gelegenheit, sich über die Herausforderungen des Alltags auszutauschen – von der Organisation von Terminen und Einkäufen bis hin zu den Vorbereitungen für Geburtstagsfeiern und der Freizeitgestaltung für Kinder. Besonders interessant ist, dass die mentale Belastung oft nach der Geburt des ersten Kindes ansteigt. Das kann dazu führen, dass Frauen im Durchschnitt 40 % weniger Pension erhalten, einfach weil sie mit dem Familienmanagement so viel beschäftigt sind. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch besorgniserregend!
Einblicke und Austausch
Die Veranstaltung fand im gemütlichen Hugl-Keller statt, und der Vorstand hatte die Verpflegung selbst organisiert – eine tolle Möglichkeit, die Gemeinschaft zu stärken! Andrea Hugl, die Obfrau, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über die Themen, die in den kommenden Veranstaltungen behandelt werden sollen. Gastsprecherin war die Psychotherapeutin Elisabeth Cinatl, die als Sprecherin aller Frauen- und Mädchenberatungsstellen in Niederösterreich bekannt ist. Gemeinsam diskutierten sie über Frauengesundheit, gesellschaftliche Rollenbilder und die immense Verantwortung, die viele Frauen in ihrem Alltag tragen.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Rolle aktiver Väter. Denn die Verantwortung in der Sorgearbeit fördert nicht nur die Bindung zu den Kindern, sondern entlastet auch die Mütter. Es zeigt sich immer wieder: Ein ausgewogenes Familienmanagement ist der Schlüssel zu mehr Lebensqualität für alle Beteiligten. Und das ist nicht nur ein leeres Versprechen, sondern eine echte Chance für eine gerechtere Verteilung der Care-Arbeit.
Strategien gegen den Mental Load
Ein Vortrag von Laura Fröhlich, der ebenfalls thematisiert wurde, zeigt, dass viele Frauen von Kindheit an lernen, die Erwartungen anderer zu erfüllen und Rücksicht zu nehmen. Diese Prägung führt oft dazu, dass eigene Bedürfnisse hintenangestellt werden. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wie sie sich aus der Perfektions- und Verantwortungsfalle befreien können. Strategien zur Planung von Pausen, zur Abgabe von Verantwortung und zum Setzen von Grenzen wurden vorgestellt. Das Ziel? Ein Leben führen, in dem die eigenen Bedürfnisse ernst genommen werden – ein schöner Gedanke!
Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Frauen, die an dem Frühstück teilnahmen, berichteten von ihren Erfahrungen und fühlten sich bestärkt, über ihre mentale Last zu sprechen. Es war ein Raum geschaffen worden, in dem Austausch und Vernetzung großgeschrieben wurden. Initiatorin Claudia Pfeffer plant bereits den Ausbau des Formats mit weiteren Themen. Auch Nicht-Mitglieder sind herzlich eingeladen, dem Verein beizutreten – das erste Jahr ist sogar kostenlos!
Für die Zukunft sind bereits weitere spannende Projekte in Planung, darunter ein Kunstprojekt, das die Themen rund um Mental Load und Frauengesundheit visuell aufbereiten soll. Solche Initiativen sind wichtig, um das Bewusstsein für die Herausforderungen, die Frauen im Alltag meistern, zu schärfen und den Dialog darüber zu fördern. Ein herzliches Dankeschön an alle, die zu diesem gelungenen Event beigetragen haben!