Am vergangenen Sonntag, dem 15. Mai 2026, versammelten sich über 200 Gäste in der Hubertuskapelle in Bullendorf zur 2. Jägerandacht. Die Kapelle, die erst am 26. Mai 2024 eröffnet und geweiht wurde, bot einen feierlichen Rahmen für diesen besonderen Anlass. Pünktlich um 17:00 Uhr läuteten die Kapellenglocken und die Jagdhornbläsergruppe des Hegeringes Wolkersdorf, unter der Leitung von Hornmeister Christian Pleil, stimmte die Anwesenden mit ihrem Spiel auf die Andacht ein. Es war ein beeindruckendes Bild, als die Klänge der Jagdhörner durch die Luft schwebten und den Beginn der Feierlichkeiten einleiteten.

Josef Kohzina, der Gastgeber, begrüßte die Gäste herzlich, darunter auch zahlreiche Ehrengäste wie den Präsidenten des NÖ Landtages, Mag. Karl Wilfing, sowie Bürgermeister von Wilfersdorf und Zistersdorf. Auch Abordnungen von verschiedenen Vereinen, wie dem Schützenverein Mistelbach und der Weinviertler Jägerrunde, waren anwesend und trugen zur festlichen Atmosphäre bei. Besonders bewegend war das Spiel des Signals „Jagd vorbei und Halali“, das den verstorbenen Jägern gewidmet war und für viele Anwesende einen tiefen emotionalen Moment darstellte.

Ein Ort des Glaubens und der Tradition

Die Hubertuskapelle, einem Schutzpatron der Jäger gewidmet, ist nicht nur ein Bauwerk, sondern ein Ort der Besinnung und des Brauchtums. Der heilige Hubertus lebte im 7. und 8. Jahrhundert und wird von den Jägern als Vorbild verehrt. Er war von adeliger Abstammung und hatte nach dem Tod seiner Frau ein Leben in der Einsamkeit gewählt, wo er der Jagd nachging. Ein entscheidender Moment in seinem Leben war die Begegnung mit einem Hirsch, der ein Kreuz im Geweih trug. Diese Erfahrung führte zu einer tiefgreifenden Lebensänderung. Die Hubertuskapellen, wie die in Bullendorf, sind in Mitteleuropa verbreitet und wurden in der Regel von ortsansässigen Jägerschaften errichtet.

Die Andacht wurde von Pfarrvikar Günther Schreiber gehalten und endete mit einem gemeinsamen Gebet, das die Gemeinschaft der Jäger und deren Verbundenheit zur Natur und ihren Traditionen unterstrich. Ein neu eingerichteter Opferstock in der Kapelle wurde präsentiert; die Spendengelder gehen zur Hälfte an den ÖKB Ortsverband Wilfersdorf-Hobersdorf und das Österreichische Schwarze Kreuz. Es ist beeindruckend, wie der Opferstock und die Kapelle videoüberwacht sind, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Grußbotschaften von Bezirksjägermeister Andreas Berger und Landtagspräsident Carlo Wilfing betonten die Bedeutung der Brauchtumspflege und der Tradition in der Jägerschaft.

Musikalische Umrahmung und geselliges Beisammensein

Nach der Andacht fand eine Agape statt, die mit einer Auswahl an Weinen, Traubensaft, Brot und köstlichen Wildfleischspezialitäten aufwartete. Die Jagdhornbläser begleiteten das gesellige Beisammensein mit musikalischen Einlagen, was die Stimmung perfekt abrundete. An einer Bücherkanzel konnten die Gäste interessante Lektüre entnehmen, was für zusätzliche Unterhaltung sorgte. Eine Spendenbox war ebenfalls eingerichtet, deren Erlös der Vereinskasse der Weinviertler Jägerrunde zugutekommt.

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Die Hubertuskapelle ist somit nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein lebendiges Zentrum, in dem Traditionen gelebt werden und die Gemeinschaft der Jäger zusammenkommt, um ihre Verbundenheit zur Natur und zum Brauchtum zu feiern. Die Jägerandacht in Bullendorf war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig die Pflege dieser Traditionen ist. Wenn Sie mehr über die Hubertuskapelle erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen in diesem Artikel auf meinbezirk.at.