In der Marktgemeinde Krumbach gibt es in diesem Jahr eine erfreuliche Neuigkeit für alle Badefreunde: Das Freibad öffnet seine Pforten erstmals mit kostenlosem Eintritt für die gesamte Badesaison. Diese Entscheidung wurde aus wirtschaftlichen Überlegungen sowie aufgrund von Personalmangel getroffen. Die Freibadsaison erstreckt sich von Anfang Juni bis Ende August und ist täglich geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten vom Wetter abhängen. Bürgermeister Christian Stacherl hebt den sozialen Gedanken hervor, der hinter dieser Maßnahme steht, und möchte vor allem Familien, Kindern und Erholungssuchenden eine angenehme Zeit ermöglichen. Informationen über die Öffnung des Freibads sind auf der Website der Gemeinde verfügbar (Quelle).

Regulärer Badebetrieb mit Kassier- und Aufsichtspersonal ist aufgrund des Personalmangels derzeit nicht möglich. Dennoch ist das Badbuffet besetzt, und Mitarbeiter überwachen die Geschehnisse im Becken. Praktikantinnen und Praktikanten unterstützen bei der Verpflegung, dem Verleih von Freizeitartikeln und den Anliegen der Gäste. Die Gemeinde appelliert an die Badegäste, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, da es keine klassische Badeaufsicht gibt. Sicherheit, Sauberkeit und gegenseitige Rücksichtnahme sind in dieser Situation besonders wichtig. Die Wasserqualität wird regelmäßig kontrolliert, und die Sanitäranlagen werden laufend überprüft und instand gehalten.

Öffnungszeiten und Änderungen

Die Öffnungszeiten des Freibads wurden ebenfalls angepasst. Das Bad öffnet jetzt von 10 bis 19.30 Uhr, anstatt wie bisher von 9 bis 20 Uhr. Diese Änderung betrifft insbesondere die Frühschwimmer und wurde aufgrund arbeitsschutzrechtlicher Notwendigkeiten notwendig. Werkleiter Martin Strobel betont, dass es sich hierbei nicht um eine Sparmaßnahme handelt, sondern um eine Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten. Das Freibad in Krumbach ist ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinde und trägt zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bei (Quelle).

Personalmangel als Herausforderung

Der Personalmangel in Freibädern ist ein weit verbreitetes Problem, das auch in Krumbach nicht unbeachtet bleibt. Geöffnete Freibäder sind heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, und viele Gemeinden sehen sich gezwungen, Öffnungszeiten zu verkürzen oder Sicherheitskräfte einzustellen, die auch als Rettungsschwimmer ausgebildet sind. Das Problem ist nicht neu: Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister, berichtet von einem wiederkehrenden Personalmangel, der diesen Sommer besonders akut ist. Gründe hierfür sind unter anderem die Corona-Pandemie und die Energiekrise, die zu reduzierten Temperaturen und verkürzten Öffnungszeiten in vielen Bädern führten (Quelle).

Die Problematik zieht sich durch ganz Österreich und darüber hinaus. In vielen Städten müssen Schwimmbäder ihre Öffnungszeiten anpassen oder sogar vorübergehend schließen. Die Gründe sind vielschichtig: Mehr Personal geht in Rente, als ausgebildet wird, und die Bezahlung im öffentlichen Dienst ist oft nicht konkurrenzfähig. Während einige Betreiber mit unbefristeten Anstellungen und höheren Gehältern werben, bleibt der Nachwuchs aus. In diesem Kontext ist die Entscheidung der Marktgemeinde Krumbach, den Eintritt ins Freibad kostenlos zu gestalten, ein mutiger Schritt, der auch zur Attraktivität des Bades beitragen könnte.

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