Leben und Tod: Schüler:innen erkunden das Hospiz Mistelbach
Heute, am 21.06.2026, war Mistelbach Schauplatz eines berührenden Projekts, das sich mit dem sensiblen Thema „Leben und Tod“ auseinandersetzte. Im Rahmen des Ethik- und Religionsunterrichts besuchte ein engagiertes Lehrerinnen-Team das Hospiz Mistelbach, um neue Perspektiven für Schüler:innen zu eröffnen. Ein Vormittag voller tiefgehender Workshops stand auf dem Programm, geleitet von Cecilia Seilern und Anita Paulhart. Die Themen waren nicht leicht, aber absolut notwendig: „eigene Sterblichkeit“ und „Sterben im Familienkreis“. Die Schülerinnen und Schüler waren sichtlich bewegt von den Inhalten, die sie in diesen vierstündigen Sessions erlebten.
Am Nachmittag erhielten die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, das Hospiz Mistelbach sowie den Friedhof zu besuchen. Hier konnten sie einen Einblick in den Alltag der Gäste im Hospiz gewinnen und die familiäre Atmosphäre, die dort herrscht, hautnah erleben. Ein Rundgang über den Friedhof bot zudem die Gelegenheit, verschiedene Bestattungsformen kennenzulernen. Besonders berührend war der Besuch des Grabes für die sogenannten Sternenkinder – ein Ort des Trostes für betroffene Eltern, der die Schüler:innen sichtlich bewegte. Ein herzliches Dankeschön gilt Cecilia Seilern, Anita Paulhart und Rainer Löffelmann, dem Leiter des Hospizes, für ihre wertvolle Unterstützung und die inspirierenden Einblicke.
Charity für einen guten Zweck
Um das Hospiz Mistelbach finanziell zu unterstützen, veranstaltete die Schule ein Charity-Buffet. Dabei wurden Waffeln, Obstsalat, Nudelsalat und Cookies verkauft, und der Erlös von 500 Euro konnte stolz an Rainer Löffelmann übergeben werden. Solche Aktionen sind wichtig, denn Hospize sind auf Spenden angewiesen, um die ehrenamtliche Arbeit der Pflegekräfte zu finanzieren. Das Hospiz Mistelbach selbst ist eine stationäre Einrichtung, die Menschen in der finalen Lebensphase eine würdige und friedliche Sterbebegleitung bieten möchte. In vielen Fällen können die Betroffenen nicht zu Hause sterben, weil Angehörige oft nicht verfügbar sind. Hier kommen die besonderen Vorteile eines Hospizes ins Spiel.
Palliativpflege – das ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein echtes Konzept, das die Bedürfnisse der Sterbenden in den Fokus rückt. In einem Hospiz haben die Gäste die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen zu leben, während die Angehörigen sie liebevoll begleiten können. Der Aufenthalt ist in der Regel nicht auf eine bestimmte Dauer festgelegt, oft dauert er etwa vier Wochen. Und das Beste: Die Kosten für den Aufenthalt werden zu etwa 90% von den Kranken- oder Pflegekassen übernommen. Das gibt den Betroffenen und ihren Familien ein Stück Sicherheit in einer ohnehin schon herausfordernden Zeit.
Ein Blick in die Zukunft
Das Hospiz Mistelbach bietet nicht nur eine würdige Behandlung, sondern auch eine bessere Pflege als viele herkömmliche Pflegeheime. Die geschulten Pflegekräfte sind darauf spezialisiert, auf die besonderen Bedürfnisse der Sterbenden einzugehen. Auch wenn die Umgebung manchmal deprimierend wirken kann, bietet das Hospiz Privatsphäre und die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, solange es der Gesundheitszustand erlaubt. In einer Zeit, in der die Themen Sterben und Tod oft unangenehm sind, ist es wichtig, dass wir darüber sprechen und auch lernen, wie wir damit umgehen können. Die Workshops und das Charity-Buffet sind nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, um das Bewusstsein für diese wichtigen Themen zu schärfen.
Wenn Sie mehr über das Hospiz Mistelbach erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: Hospiz Mistelbach und die Quelle zum Workshop finden Sie hier.
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