Am 29. Mai 2026 wurde im St. Pöltner Regierungsviertel eine besondere Ehrung für die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach gefeiert. Vier von ihnen erhielten das prestigeträchtige Leopold-Figl-Stipendium, eine Auszeichnung, die für viele junge Menschen eine wertvolle Unterstützung auf ihrem Bildungsweg darstellt. Ingesamt wurden an diesem Tag 274 junge Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher geehrt, die an landwirtschaftlichen Fachschulen, höheren Schulen, Universitäten sowie in Meisterausbildungen tätig sind.
Die Verleihung wurde von Finanzlandesrat Anton Kasser begleitet, der die Bedeutung von geistigen Fähigkeiten und handwerklichem Können für die berufliche Zukunft betonte. Kasser hob auch den bemerkenswerten Einsatz der Ausgezeichneten hervor und sprach über die Verantwortung und Offenheit, die Bildung vermittelt. Die Leopold-Figl-Stipendien, die seit 1962 existieren, haben seitdem mehr als 16.000 Stipendien in einer Gesamthöhe von über zwei Millionen Euro vergeben. Josef Pröll, Präsident des Leopold-Figl-Unterstützungsvereins, erinnerte an die ursprüngliche Idee des Stipendiums: Hoffnung und Perspektive für junge Menschen aus dem ländlichen Raum zu schaffen.
Leopold Figl: Ein Vorbild für die Jugend
Die Namensgebung des Stipendiums geht auf Leopold Figl zurück, eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte Österreichs. Figl war bekannt für sein markantes Gesicht und sein Temperament, aber vor allem war er ein Mann des Glaubens – an Gott und an die Zukunft Österreichs. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiedererlangung der Freiheit Österreichs im Jahr 1955 und setzte sich zeitlebens für die Förderung junger Menschen aus allen Gesellschaftsschichten ein. Anlässlich seines 60. Geburtstags wurden die Leopold-Figl-Stipendien gegründet, um die studierende Jugend in ihrer beruflichen Ausbildung zu unterstützen.
In diesem Jahr erhielten unter anderem 19 Schülerinnen und Schüler des Bildungszentrums Pyhra – Landwirtschaftliche Fachschule das Stipendium, eine Anerkennung, die weit über die finanzielle Unterstützung hinausgeht. Der Direktor der Schule, Josef Sieder, sowie Abteilungsvorständin Gabriele Roitner-Blamauer waren anwesend, um den jungen Talenten zu gratulieren. Auch Gratulationen von namhaften Persönlichkeiten wie Bauernbunddirektor Paul Nemecek und Europaabgeordneter Alexander Bernhuber wurden ausgesprochen.
Ein Blick in die Zukunft
Der Leopold Figl-Unterstützungsverein hat sich zur Aufgabe gemacht, junge Menschen aus ländlichen Regionen zu fördern. Dabei stehen nicht nur die Kenntnisse und Fähigkeiten im Mittelpunkt, sondern auch die Werte, die Bildung vermittelt. Die Begeisterung und die Leistungsbereitschaft der Stipendiaten sind bemerkenswert, und der Einfluss von engagierten Lehrkräften sowie unterstützenden Eltern ist nicht zu unterschätzen.
Die Leopold-Figl-Stipendien sind damit nicht nur ein finanzieller Anreiz, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für die Anstrengungen und den Einsatz der jungen Generation. Die Auszeichnung ermutigt die Preisträger, ihren Weg mit Entschlossenheit und Zuversicht fortzusetzen – ein wichtiges Signal für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Weitere Informationen über die Leopold-Figl-Stipendien und deren Geschichte finden Sie auf der offiziellen Webseite hier.
Für mehr Details zur Veranstaltung und den ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern aus Mistelbach können Sie den ausführlichen Bericht auf MeinBezirk.at nachlesen.
