Wechsel an der Spitze der Pfarrgemeinde Rabensburg-Hohenau: Pfarrer Wolfgang Kimmel übernimmt die Leitung
In Rabensburg, einer malerischen Gemeinde im Bezirk Mistelbach, gibt es Neuigkeiten aus der katholischen Kirche. Pfarrer Wolfgang Kimmel hat nun die Leitung der Pfarrgemeinde Rabensburg-Hohenau übernommen. Er tritt die Nachfolge von Pfarrer Christian Farcas an, der zurück nach Rumänien gegangen ist. Bei einem Antrittsbesuch traf Kimmel Bürgermeister Wolfram Erasim im Gemeindeamt von Rabensburg. In einem angeregten Gespräch wurden die aktuelle Situation der Pfarre, die Herausforderungen der katholischen Kirche in Österreich sowie die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Gemeinde thematisiert. Bürgermeister Erasim überreichte dem neuen Seelsorger ein regionales Gastgeschenk: köstlicher Apfelsaft aus heimischem Obst. Das klingt nach einem herzlichen Empfang!
Die Geschichte der Pfarrkirche hl. Helena
Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Helena ist ein zentraler Bestandteil des kulturellen Erbes von Rabensburg. Erhöht in der Nähe des Schlosses Rabensburg gelegen, gehört sie zum Dekanat Zistersdorf in der Erzdiözese Wien. Die Kirche, die unter den Schutz der heiligen Helena steht, wurde vermutlich um 1200 von den Kuenringern gegründet und später, 1276, dem Malteserorden inkorporiert. Ihre erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1429 zurück.
Die Geschichte der Kirche ist von Turbulenzen geprägt. So wurde sie im Dreißigjährigen Krieg 1646 von schwedischen Truppen zerstört. Der heutige Bau, eine spätbarocke Saalkirche mit Strebepfeilern, entstand zwischen 1756 und 1765. Die Westfront, die in drei Achsen gegliedert ist, präsentiert sich mit einem eindrucksvollen Fassadenturm, der ovalen Fenstern und Schallöffnungen. Figuren von Johannes dem Täufer und Leopold zieren die Rundbogennischen der Westfront – ein wahrhaft beeindruckendes Bild!
Kunst und Kultur in der katholischen Kirche
Die katholische Kirche hat über die Jahrhunderte hinweg nicht nur die religiöse Landschaft, sondern auch die kulturelle Identität unserer Heimat geprägt. In der Region gibt es rund 320 Kirchen sowie etwa 400 weitere kirchliche Gebäude, von denen die meisten unter Denkmalschutz stehen. Diese Bauten sind nicht nur Orte des Glaubens, sondern auch Zeugen der Geschichte und Kultur. Kunst und Kultur haben immer eine Rolle gespielt – die Kirche hat Künstler und Kulturschaffende in allen Epochen gefördert und möchte, dass diese Werke für die Menschen zugänglich sind.
Es ist dieser Balanceakt zwischen Tradition und zeitgenössischer Kunst, der die katholische Kirche auch heute noch beschäftigt. Das Anliegen, traditionelle Kulturgüter zu bewahren und weiterzugeben, wird großgeschrieben. Gleichzeitig möchte man Raum für Neues schaffen und die Menschen dazu einladen, sich mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Eine spannende Herausforderung, die auf Kimmel und seine Gemeinde wartet!
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