Am 7. Mai 2026 versammelten sich zahlreiche Tierfreunde mit ihren Hunden vor der Hundezone hinter dem Schloss Vösendorf. Die Atmosphäre war festlich und die Vorfreude auf den Nachmittag groß. Bürgermeisterin Gabriele Scharrer und weitere politische Vertreter der Marktgemeinde waren ebenfalls anwesend, um ein wichtiges Zeichen für Toleranz, Rücksicht und Tierschutz zu setzen. Die Versammlung fand kurz nach 17:00 Uhr statt und war Teil der Aktion „Bellen gegen Böllern“, die sich zum Ziel gesetzt hat, ein Silvester ohne Knallerei zu fördern. Eine Initiative, die nicht nur für die Menschen, sondern vor allem für unsere vierbeinigen Freunde von großer Bedeutung ist. Die Tierbedarf-Filiale Fressnapf Vösendorf unterstützte die Aktion mit kostenlosen Leckereien – ein kleiner, aber feiner Kulinarikbeitrag, der so manch Hundebesitzer zum Schmunzeln brachte.

Bürgermeisterin Scharrer äußerte ihre Zufriedenheit über die rege Unterstützung der Bevölkerung und betonte die Verantwortung der Hundebesitzer für ihre Tiere. Dies ist besonders wichtig, denn der Jahreswechsel bringt für viele Haustiere Stress und Angst mit sich. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert daher an alle Feiernden, auf Feuerwerkskörper zu verzichten. Dieses Anliegen wird auch von einem Aktionsbündnis unterstützt, das von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) initiiert wurde, um ein bundesweites Böllerverbot an Silvester zu erreichen.

Stress für unsere Tiere

Das Problem ist nicht zu unterschätzen: Feuerwerkskörper verursachen enormen Stress bei Tieren. Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere, warnt eindringlich vor den Gefahren, die Lärm, Brandgeruch und Lichtblitze für Tiere darstellen. So verkriechen sich Hunde oft unter Möbeln, während Freigängerkatzen panisch davonlaufen. Selbst Wildtiere sind nicht gefeit – sie verlassen ihre Schlafplätze und sind in höchster Alarmbereitschaft. Nutztiere, wie Schweine, Kühe und Schafe, reagieren ebenfalls empfindlich auf die lauten Knallgeräusche.

Um die Tiere über den Jahreswechsel zu schützen, gibt es einige wertvolle Tipps für Tierhalter. Hunde sollten an der Leine geführt werden, Katzen sind besser im Haus aufgehoben. Außerdem empfiehlt es sich, Tiere bei FINDEFIX zu kennzeichnen und zu registrieren. Gehege und Volieren sollten in ruhigen Räumen untergebracht und abgedeckt werden. Fenster, Türen und Rollos zu schließen, dämpft den Lärm und das Licht, während Musik oder der Fernseher helfen können, die Geräusche zu überdecken. Rückzugsorte für die Tiere sind ebenfalls wichtig, und sie sollten nicht allein gelassen werden, um ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln.

Ein Umdenken ist nötig

Die Forderung nach einem Umdenken in Bezug auf die Böllerei wird immer lauter. Tierschützer warnen, dass Silvester zur „Katastrophe für Tiere“ wird. Klaus Hackländer von der Deutschen Wildtier Stiftung berichtet, dass nach Silvester tote Vögel gefunden werden, die in Panik gegen Wände geflogen sind. Gämsen in den Alpen stürzen von Felsen, während Igel aus dem Winterschlaf aufwachen und Rehe sowie Wildschweine fliehen – was nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für ihre Überlebenschancen im Frühjahr fatale Folgen haben kann.

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Die Nachfrage nach Feuerwerk hat in diesem Jahr Rekordniveau erreicht: Über 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper wurden von Januar bis September 2023 nach Deutschland importiert – ein Anstieg von 62,6 % im Vergleich zum Vorjahr. In den Niederlanden wird ab dem Jahreswechsel 2026/2027 ein landesweites Böllerverbot gelten, was von 62 % der Bevölkerung unterstützt wird. Auch in Hessen werden zunehmend Böllerverbotszonen eingerichtet, um sensible Innenstadtbereiche zu schützen.

Es gibt viele andere Möglichkeiten, ins neue Jahr zu starten, ohne unsere Tiere unnötig zu beunruhigen. Ein Umdenken ist nicht nur wünschenswert, sondern notwendig, um den Stress für unsere tierischen Begleiter und die Natur zu reduzieren. Die Unterstützung für ein böllerfreies Silvester kann über die Website der DUH erfolgen, und viele Menschen zeigen, dass sie bereit sind, für den Tierschutz einzutreten.

Für weitere Informationen zu diesem Thema und zur Unterstützung der Aktion „Bellen gegen Böllern“ kann die Quelle hier aufgerufen werden. Auch der Deutsche Tierschutzbund informiert auf seiner Website über die Gefahren von Feuerwerkskörpern für Tiere. Wer also noch unsicher ist, ob er zu Silvester die Knaller zünden möchte, sollte vielleicht einen Blick auf die Bedürfnisse unserer tierischen Freunde werfen.