Musikalische Bildung im Wienerwald Süd: Gemeindeverband startet 2026/27
In den kommenden Jahren darf sich die Region um Mödling auf eine spannende Entwicklung im Bereich der musikalischen Bildung freuen. Ab dem Schuljahr 2026/27 wird der Gemeindeverband Musikschule Wienerwald Süd seine Arbeit aufnehmen. Die Mitgliedsgemeinden – Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf, Hinterbrühl, Gaaden und Wienerwald – haben sich zusammengetan, um ein hochwertiges Musikschulangebot langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein Schritt, der nicht nur notwendig, sondern auch visionär ist!
Die Initiative zum Zusammenschluss wurde durch die Novellierung des NÖ Musikschulgesetzes ausgelöst. Dieses Gesetz, das am 1. September 2026 in Kraft tritt, sieht vor, dass nur Musikschulen mit mehr als 300 Wochenstunden eine Förderung des Landes erhalten. Ein klarer Anreiz für die Gemeinden, ihre Kräfte zu bündeln und eine gemeinsame Lösung zu finden. In den letzten zwei Jahren haben die fünf Gemeinderäte unermüdlich an diesem Projekt gearbeitet und schließlich im Herbst des Vorjahres einstimmig beschlossen, die Musikschulen zusammenzulegen.
Ein starkes Team für die Musik
Mit der ersten Sitzung des neuen Gemeindeverbandes, der bereits stattgefunden hat, wurden wichtige Weichen gestellt. Die Führung liegt in den Händen von Bürgermeister Andreas Linhart aus Brunn am Gebirge, während Bürgermeister Johann Zeiner aus Maria Enzersdorf als Stellvertreter fungiert. Jede Mitgliedsgemeinde entsendet zwei Vertreter in den Verband, was für eine breite Mitbestimmung sorgt. Wolfgang Weißensteiner bleibt als Direktor der Musikschule an Bord, und Christian Riegelsperger wird die Standortkoordination in Hinterbrühl übernehmen. Ein starkes Team, das sich zum Ziel gesetzt hat, viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Musik zu begeistern und beste Rahmenbedingungen zu schaffen.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Quantität der Stunden, sondern auch auf der Qualität des Unterrichts. Das bewährte Bildungsangebot wird nahtlos fortgeführt, und die persönliche Betreuung der Schüler bleibt ein zentrales Anliegen. Die Gemeinden sind sich einig: Musik ist ein wichtiger Bestandteil der Bildung und der persönlichen Entwicklung.
Neue Anforderungen und Herausforderungen
Die Novelle des NÖ Musikschulgesetzes bringt nicht nur neue Fördermodelle mit sich, sondern auch die Notwendigkeit zur umfassenden Entwicklung der Musikschulen. Ab dem Schuljahr 2026/27 müssen diese mindestens 300 Wochenstunden mit einem umfassenden Fächerangebot und überörtlichem Einzugsgebiet anbieten. Das bedeutet, dass sich kleinere Musikschulen zusammenschließen müssen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Die Unterscheidung zwischen „Standardmusikschule“ und „Regionalmusikschule“ entfällt, was eine Vereinheitlichung der Standards zur Folge hat.
Die neuen Fördermodelle sehen einen fixen Förderanteil von 30 % der förderbaren Personalkosten vor, während ein variabler Anteil von maximal 15 % über Indikatoren vergeben wird. Langfristige Übergangsbestimmungen – ein sogenannter „Rettungsschirm“ – sollen zusätzliche Sicherheit bieten. Diese Veränderungen sind nicht nur bürokratischer Natur, sondern sollen auch die Synergien in der Verwaltung heben und eine flächendeckende Versorgung des Musikschulwesens gewährleisten.
Die ersten Schritte sind bereits getan, und die Vorfreude auf das, was kommen wird, ist spürbar. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann die Region Wienerwald Süd bald als Vorreiter in der musikalischen Bildung glänzen. Die Zukunft der Musikschulen sieht vielversprechend aus – und das ist erst der Anfang!
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