In der beschaulichen Gemeinde Kaltenleutgeben, im Bezirk Mödling, wurde kürzlich ein spannendes Projekt ins Leben gerufen: „Quellen- und Bacherlebnis Kaltenleutgeben – Wasser entdecken, Natur bewahren“. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die faszinierenden Eigenschaften von Wasser näherzubringen und gleichzeitig das Bewusstsein für diesen wertvollen Lebensraum zu schärfen. Die Naturpark-Volksschule Kaltenleutgeben, die als zentraler Ort für dieses Vorhaben dient, hat dafür eine Förderung von 2.500 Euro im Rahmen der Initiative „Wasser voller Leben“ von BIPA und den Naturparken Österreichs erhalten.

Die Aktivitäten sind vielfältig und ganz auf das aktive Entdecken ausgerichtet. Dabei stehen Forschertage unter dem Motto „Wasser kann was! – Was kann Wasser?“ im Vordergrund. Hier können die Schüler an Experimentierstationen die Eigenschaften des Wassers erforschen – von Oberflächenspannung bis hin zu den Phänomenen des Schwimmens und Sinkens. Auch Quellenwanderungen im Ort, unter anderem zur Rebekkaquelle und zur Quelle im Emmelpark, sind geplant. Besonders spannend wird es bei der Erkundung der Dürren Liesing, wo die Kinder mit Naturvermittler:innen des Landschaftspflegevereins Gewässerbewohner wie Bachflohkrebse und Libellenlarven entdecken können. Die Geschichte Kaltenleutgebens als Kurort im 19. Jahrhundert, der nicht nur von Kaiserin Elisabeth besucht wurde, sondern auch Mark Twain anlockte, wird ebenfalls thematisiert.

Ein Tag voller Wassererlebnisse

Am 1. Juni fand ein Wasser-Ateliertag statt, bei dem alle Schulstufen mit altersgerechten Aufgaben und Experimenten beschäftigt waren. Es war ein buntes Treiben, bei dem die Kinder mit viel Freude und Neugier die Geheimnisse des Wassers erforschten. Der krönende Abschluss des Projekts wird eine Ausstellung der Plakate, Kunstwerke und Forschungsergebnisse am 29. Juni sein. An diesem Tag werden auch Bürgermeisterin Bernadette Geieregger, Bildungsgemeinderätin Verena Stuchetz, Schulleiterin Barbara Hieß und Projektleiterin Sarah Leischner anwesend sein, um die Leistungen der Schüler zu würdigen.

Die Initiative „Wasser voller Leben“ zielt darauf ab, das Bewusstsein für Wasser als Ressource und Lebensraum zu stärken. Es ist ein wichtiges Anliegen, denn die Herausforderungen rund um Wasser werden in den kommenden Jahren noch zunehmen. Die Klimakrise hat bereits deutlich spürbare Auswirkungen, nicht nur hier in Österreich, sondern weltweit. Laut dem Umweltbundesamt sind Trockenperioden häufiger geworden, und Extremwetterereignisse stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Lufttemperatur steigt, was die Niederschläge, die Verdunstung und die Vegetationsperioden beeinflusst. Es wird erwartet, dass der Wasserbedarf durch das Wachstum der Bevölkerung und die klimatischen Veränderungen bis 2050 um 11-15% steigen könnte.

Die Verfügbarkeit von Grundwasser, das derzeit noch nachhaltig genutzt werden kann, könnte bis 2050 jedoch um bis zu 23% abnehmen. Für die Landwirtschaft könnte der Wasserbedarf sogar nahezu doppelt so hoch werden, was die Bedeutung von Projekten wie dem in Kaltenleutgeben umso mehr unterstreicht. Es ist entscheidend, dass die nächste Generation sich mit diesen Themen auseinandersetzt und ein Gefühl für den Wert von Wasser entwickelt.

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Wenn wir zurückblicken auf die Aktivitäten der Schüler, wird deutlich: Bildung ist der Schlüssel. Die Kinder in Kaltenleutgeben lernen nicht nur über Wasser, sondern erfahren auch, wie wichtig es ist, dieses Gut zu schützen. Das Projekt ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt in die richtige Richtung – für eine nachhaltige Zukunft, in der Wasser nicht nur eine Ressource, sondern auch ein Lebensraum ist.

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