In Neunkirchen, genauer gesagt an der Ganztagsgrundschule Am Stadtwald, gab es im Dezember 2023 ein ganz besonderes Ereignis. Die Schüler der Klasse 4.1 hatten sich zusammengetan, um einen Baum zu pflanzen – und sie nannten ihn Kasti I. Doch leider wollte der Baum nicht so recht gedeihen. Man könnte sagen, er hatte einfach nicht das richtige „Grünzeug“ für ein glückliches Leben. Glücklicherweise sprang die KEW Kommunale Energie- und Wasserversorgung ein und sponsorte einen Nachfolger. So wurde die Hoffnung auf einen neuen Baum geweckt.

Die Einpflanzung des neuen Baumes fand kürzlich statt, durchgeführt von der Abteilung für Stadtplanung, -entwicklung und Vermessung sowie engagierten Mitarbeitern des Betriebshofes der Kreisstadt Neunkirchen. Die Schüler waren mit viel Begeisterung dabei, und sogar einige Eltern packten mit an. Bürgermeisterin Lisa Hensler und Marcel Dubois, der Vorstand der KEW, waren ebenfalls anwesend und unterstützten die Kinder bei ihrem Vorhaben. Die Kinder überlegten sich, warum der erste Baum nicht gedeihen wollte, und formulierten Wünsche für den neuen Baum. Dabei kam ein selbstgetextetes Lied mit dem Titel „O Kasti-Baum“ zum Einsatz – eine kreative Einlage, die die Veranstaltung auflockerte.

Ein Zeichen für Nachhaltigkeit

Die Baumpatenschaft wurde offiziell mit einer Urkunde an die Klasse übergeben. Bürgermeisterin Hensler unterstrich die Bedeutung des Projekts für das Lernen über Natur und Nachhaltigkeit. Es ging nicht nur um das Pflanzen eines Baumes, sondern auch um das Verständnis für die Natur und die Verantwortung, die wir für sie tragen. Auch Marcel Dubois von der KEW hob hervor, wie wichtig nachhaltige Aktionen sind und dass es auch um das Lernen aus Rückschlägen geht. „Wir müssen aus unseren Fehlern lernen“, so Dubois. Diese Baumpflanzaktion wird nun als nachhaltiges Unterrichtsprojekt fortgeführt, bei dem die Kinder das Wachstum und die jahreszeitlichen Veränderungen des Baumes beobachten können.

In einer anderen Ecke des Landes, in Großwoltersdorf, dreht sich alles um nachhaltige Landwirtschaft. Hier betreiben Lena und Philipp Adler einen Bio-Gemüsebaubetrieb auf einer Pachtfläche von drei Hektar. Ihr Ziel? Eine zukunftsfähige Landnutzung und die Produktion von hochwertigen Lebensmitteln. Das klingt alles sehr nobel, und in der Tat stehen sie vor Herausforderungen wie Trockenheit und Hitzestress. Doch im März 2023 haben sie ein Agroforstsystem mit 54 wurzeltrainierten Esskastanien gepflanzt, die schädlingsresistente Sorten sind. Diese Aktion soll nicht nur die Bodengesundheit fördern, sondern auch die Biodiversität stärken.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Die Bäume stammen von der Baumschule Resilia, die sich auf klimawandelangepasste, nussfruchttragende Bäume spezialisiert hat. Bei der Pflanzung wurden Schutzmaßnahmen gegen Hasen, Rehwild und Wühlmäuse getroffen. Außerdem kommen Kokosfilz-Mulchmatten zum Einsatz, um Beiwuchs zu unterdrücken und die Pflege zu erleichtern. Die Finanzierung dieses Projekts erfolgt durch die Daniel Schlegel Umweltstiftung, die auch die Initiative zur Umgestaltung von Flächen für ökologische und regenerative Landwirtschaft unterstützt.

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Die positiven Auswirkungen des Agroforstsystems sind vielfältig: Es wird nicht nur die Bodenfruchtbarkeit aufgebaut, sondern es bietet auch Windschutz und Verschattung, stabilisiert das Mikroklima und steigert die Wasseraufnahmekapazität. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, Verantwortung für die Natur zu übernehmen und durch nachhaltige Praktiken einen positiven Einfluss zu nehmen – sei es in der Schule oder in der Landwirtschaft.

In einer Welt, die sich ständig verändert, sind solche Projekte ein Lichtblick. Sie zeigen, dass wir alle etwas tun können, um die Erde ein Stück besser zu machen. Und seien wir ehrlich, jedes kleine Stückchen zählt.