Die Stadt Neunkirchen hat sich in den letzten Jahren intensiv mit ihrem historischen Erbe beschäftigt. Ein bedeutender Teil dieser Bemühungen liegt in der Pflege des Spitzbunkers, der zwischen 1939 und 1940 auf dem Werksgelände des Neunkircher Eisenwerks errichtet wurde. Oberbürgermeister Jörg Aumann hat vor kurzem dem Historischen Verein für deren Engagement und die Bewahrung dieses wichtigen Erbes gedankt. Der Bunker, eine beeindruckende Stahlbetonkonstruktion nach dem System Winkel, erstreckt sich über neun Etagen und bietet einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit.

Im Inneren des Bunkers gibt es eine eindrucksvolle Foto-Ausstellung, die die verheerenden Auswirkungen des Krieges dokumentiert, als nahezu 80 % der Neunkircher Innenstadt in Schutt und Asche gelegt wurden. Der Historische Verein Stadt Neunkirchen (HVSN) kümmert sich nicht nur um diese Ausstellung, sondern auch um deren stetige Erweiterung. Interessierte können den Spitzbunker im Rahmen von Führungen besichtigen. Weitere Informationen zu diesen Führungen sind auf der Website www.neunkirchen.de/huettenweg oder telefonisch unter (06821) 202-122 erhältlich.

Besuch vom Historischen Verein

Am 16. April 2026 fand ein bemerkenswerter Besuch in der Geschäftsstelle des Historischen Vereins statt. McKenna Johnson und Ute Mehlhorn waren angereist, um sich über die historischen Recherchen und Aktivitäten des Vereins zu informieren. Um 09:30 Uhr begann der Tag, und zahlreiche Vereinsmitglieder, darunter Brigitte Schubert, Friedrich Decker und Wolfgang Thomas, waren anwesend. Ein ganz besonderer Moment war die Ankunft der Eheleute Dorothee und Ingo Schmelzer, die über gemeinsame Vorfahren aus dem 18. Jahrhundert mit Frau Johnson verbunden sind.

Wolfgang Thomas hielt eine eindrucksvolle PowerPoint-Präsentation zur Familienforschung beim HVSN und überreichte Frau Johnson eine Mappe mit wertvollen Informationen. Darüber hinaus erläuterte Friedrich Strohm die Geschichte Neunkirchens vor 1800 anhand historischer Karten und Texte. Nach diesen informativen Einblicken ging es weiter auf das Dach des Rathauses, wo Friedrich Decker die Stadtgeschichte mit einem „Blick ins Gelände“ vertiefte. Man konnte förmlich die Geschichte spüren, als die Lage der Schlösser und des Eisenwerks erklärt wurde.

Vereinsaktivitäten und Engagement

Nach einer intensiven Zeit voller Informationen und Austausch fand im kleineren Kreis eine Stärkung im Stumm’s Brauhaus statt. Am Nachmittag folgte ein Pressegespräch mit Anja Kernig von der Saarbrücker Zeitung in der Geschäftsstelle, und es wurden weitere Gespräche sowie die Präsentation von Schriftgut und des Online-Ortsfamilienbuchs geführt. Bei der Verabschiedung von Frau Johnson gegen 15:00 Uhr waren sich alle Beteiligten einig: Es war ein harmonischer und erkenntnisreicher Besuch.

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Der Historische Verein Stadt Neunkirchen e.V. wurde im September 1999 gegründet und hat sich seither zu einem wichtigen Teil der Stadtgeschichte entwickelt. Mit über 150 Mitgliedern, die in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv sind, fördert der Verein historische Forschungen, Heimatkunde sowie Namens- und Familienforschung. Monatliche Treffen bieten die Möglichkeit, sich über die Stadtgeschichte auszutauschen und Forschungen zu betreiben. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in der Irrgartenstraße 18, 66538 Neunkirchen und ist jeden Donnerstag von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Für nur 20 Euro jährlich kann man Mitglied werden und Teil dieser lebendigen Gemeinschaft werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Historische Verein mit seinen vielfältigen Aktivitäten nicht nur die Geschichte Neunkirchens lebendig hält, sondern auch die Menschen zusammenbringt, die sich für ihre Heimat und deren Vergangenheit interessieren. Wer mehr über die Arbeit des Vereins erfahren möchte, findet alle Informationen auf der Website www.hvsn.de oder kann sich telefonisch unter (06821) 9147751 an den Verein wenden.