Am 22. April 2026 wird in Neunkirchen ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte lebendig. Das Neunkircher Eisenwerk, auch liebevoll „die Hitt“ genannt, hat über 150 Jahre lang das Stadtleben geprägt und hinterlässt bis heute eindrucksvolle Relikte. Diese Zeitzeugen geben nicht nur Einblick in die Lebenswelt der Hüttenherren und Arbeiter, sondern sind auch Teil eines vielfältigen Programms, das die Besucher einlädt, die Geschichte hautnah zu erleben.
Das Angebot der Hüttenwegführungen reicht von klassischen Führungen über Technikführungen bis hin zu speziellen Kostümführungen. Neu im Programm ist der Hüttenweg-Fotowalk, der es den Teilnehmern ermöglicht, die Industrierelikte mit der Kamera zu erkunden. Eine weitere Neuheit ist die verkürzte Führung „Neunkircher Hüttenweg auf die Schnelle“, die ca. 2 km umfasst, barrierefrei und familienfreundlich ist und mit einer Dauer von etwa 60 Minuten ein schnelles Erlebnis bietet.
Öffentliche Führungen im Mai
Im Mai finden mehrere öffentliche Führungen statt, die die Vielfalt der Geschichte des Eisenwerks widerspiegeln:
- Sonntag, 3. Mai, 15 Uhr: Klassische Hüttenwegführung mit Jutta Schneider
- Samstag, 9. Mai, 15 Uhr: Hüttenweg auf die Schnelle mit Marina Morgan
- Sonntag, 10. Mai, 15 Uhr: Technik-Hüttenwegführung mit Norbert Morawietz
- Sonntag, 17. Mai, 15 Uhr: Spitzbunker-Führung mit Heike Lismann-Gräß
- Sonntag, 31. Mai, 15 Uhr: Kostümführung mit „Alfred & Bertha“
Die Teilnahme an den Führungen ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Für Interessierte gibt es die Möglichkeit, Hochöfen zu besteigen und die Aussicht über Neunkirchen zu genießen. Hierbei wird festes Schuhwerk empfohlen. Ein weiteres Highlight ist die Besichtigung des Spitzbunkers, die Teil der klassischen und Technik-Führungen ist. Der Treffpunkt für alle Touren ist die Stummsche Reithalle. Die Kosten betragen 6 Euro für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren, während Kinder bis 13 Jahre kostenlos teilnehmen können. Aktuelle Termine und weitere Informationen sind auf der Webseite www.neunkirchen.de/huettenweg zu finden. Gruppenführungen können auf Anfrage unter Tel. (06821) 202-122 oder -123 gebucht werden.
Industriedenkmalpflege und Zukunft
Industriedenkmale wie das Neunkircher Eisenwerk sind nicht nur historische Stätten, sondern auch bedeutende Zeugen des Industriezeitalters, die einen festen Platz in der Gegenwart sichern sollen. Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hat sich der Aufgabe verschrieben, Konzepte zur Bewahrung und Umnutzung solcher Bauten zu entwickeln. Durch Führungen, Ausstellungen und Events wird die Geschichte lebendig gehalten und die Geschichten der Industriedenkmale für die Zukunft bewahrt. Diese Ansätze zeigen, wie wichtig es ist, mit den Menschen von damals und heute zusammenzuarbeiten, um die monumentalen Zeugnisse der industriellen Vergangenheit zu erhalten.
Für weitere Informationen zur Industriedenkmalpflege und deren Maßnahmen besuchen Sie die Webseite der Stiftung unter industriedenkmal-stiftung.de.