Heute ist der 2. Juni 2026 und in Tulln gibt es wieder einmal Neuigkeiten aus der Welt der Arbeit. Das AMS Tulln hat seine aktuellen Zahlen veröffentlicht und die zeigen, dass die Jobsuchenden im Bezirk gestiegen sind. Ende Mai 2026 waren insgesamt 2.157 Menschen auf der Suche nach einem Job – das sind 146 Personen mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von 7,3 Prozent entspricht. Und wenn man die, die an Qualifizierung teilnehmen, mit einbezieht, sind es sogar 2.670 Personen, die sich auf Jobsuche oder in Ausbildung befinden. Das bedeutet ein Plus von 7,9 Prozent. Die Zahlen werfen ein Licht auf die aktuelle Lage, die alles andere als rosig scheint.
Interessant ist, dass die Arbeitslosigkeit verschiedene Gruppen unterschiedlich betrifft. Besonders stark betroffen sind die Jugendlichen – hier gab es einen Anstieg von 14,2 Prozent. Auch Personen im Haupterwerbsalter sind mit 10,6 Prozent spürbar betroffen, während die Gruppe der ausländischen Staatsangehörigen und Personen über 50 Jahre einen Anstieg von 1,5 Prozent vorweist. Frauen haben es ebenfalls nicht leicht und mussten einen Anstieg von 9,2 Prozent hinnehmen. Auf der positiven Seite steht jedoch, dass seit Jahresbeginn 333 junge Menschen, die beim AMS gemeldet waren, eine neue Anstellung gefunden haben – das ist ein Zuwachs von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Langzeitarbeitslose und Betriebskontakte
Der Blick auf die Langzeitarbeitslosigkeit zeigt, dass durchschnittlich 218 Langzeitarbeitslose im Bezirk Tulln verzeichnet werden. Das ist der zweitniedrigste Wert in den letzten elf Jahren. Trotz dieser erfreulichen Zahl ist die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich besorgniserregend: Sie stieg nun bereits 20 Monate in Folge. Die wirtschaftliche Lage war im Jahr 2024 schwach, insbesondere in der exportorientierten Industrie und der Baubranche, was sich auch in den Stellenangeboten niederschlägt.
Das AMS Tulln hat in der Zeit vom 13. April bis 15. Mai 2026 über 100 Betriebskontakte durchgeführt und dabei 287 freie Stellen und Lehrstellen akquiriert. Dabei liegt der Fokus auf einer vorausschauenden Personalplanung, die auch die Lehrausbildung und die Einbindung älterer Arbeitnehmer berücksichtigt. Die Herausforderung bleibt, die Menschen in Arbeit zu bringen und die Arbeitslosigkeit zu senken. Für 2025 wird eine Stabilisierung angestrebt, aber die Zahlen aus 2024 lassen auf eine schwierige Zeit schließen. Im Jahr 2024 wurden durchschnittlich 2.165 arbeitsuchend vorgemerkte Personen registriert – das ist ein Anstieg von fast 6 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.
Statistische Einblicke
Für diejenigen, die noch tiefer in die Materie eintauchen möchten, bietet die STAT regelmäßig Berichte zur Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit an. Diese Erkenntnisse stammen aus verschiedenen Erhebungen und sind für jeden zugänglich. Die Daten liefern interessante Einblicke in die demografische Situation, Arbeitsplätze und die allgemeinen Trends auf dem Arbeitsmarkt.
Nun bleibt nur abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Die Herausforderungen sind groß, doch es bleibt zu hoffen, dass mit den getroffenen Maßnahmen und der Unterstützung des AMS viele Menschen bald wieder in ein sicheres Arbeitsverhältnis finden können. Die kommenden Monate werden entscheidend sein.
