In Tulln sorgt eine bemerkenswerte Frau für frischen Wind in der Familienerziehung. Birgit Gattringer, Mentaltrainerin, Elternbegleiterin und stolze zweifache Mama, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern dabei zu unterstützen, ihre Kinder nicht nur zu erziehen, sondern sie wirklich zu verstehen. In ihrem Buch, das im Kösel-Verlag erschienen ist und es sogar auf Platz fünf der deutschen Ratgeber-Bestsellerliste geschafft hat, kombiniert sie Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung und gewaltfreier Kommunikation. Der Anstoß für ihr Buch kam übrigens von dem inspirierenden Werk „50 Sätze, die das Leben leichter machen“.
Gattringer sieht eine große Lücke in der Literatur über das Familienleben im Vergleich zu allgemeinem Lebensrat. Dabei ist ihr ein Aspekt besonders wichtig: die Bindung zwischen Eltern und Kind. Sie vergleicht diese Bindung mit einer Brücke, die es den Eltern ermöglicht, ein tiefes Verständnis für ihre Kinder zu entwickeln. Kritisches Verhalten von Eltern könnte diese Brücke jedoch schwächen. Ein wertvoller Ratschlag von Gattringer ist es daher, das Verhalten der Kinder nicht persönlich zu nehmen, sondern als Botschaft zu verstehen. Momentan plant sie keine weiteren Bücher, sondern möchte sich voll und ganz auf die Verbreitung ihres aktuellen Werkes konzentrieren. Weitere Informationen über ihre Ansichten und Methoden finden sich unter diesem Link.
Die Rolle der gewaltfreien Kommunikation
Ein Konzept, das auch Gattringer in ihrer Arbeit nutzt, ist die gewaltfreie Kommunikation (GFK). Diese wurde 1982 von Marshall B. Rosenberg veröffentlicht und zielt darauf ab, menschliche Kommunikation und Beziehungsgestaltung zu verbessern. Seit 2011 beschäftigen sich Ulrike Michalski und Gregor Lang-Wojtasik intensiv mit GFK. Gemeinsam forschen sie, seit 2017, interdisziplinär im Bereich GFK mit dem Ziel, deren wissenschaftliche Erschließung als Beitrag zur UN-Agenda 2030 voranzutreiben. Ihr erstes Symposium zu diesem Thema fand 2018 statt, unterstützt von der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass GFK in verschiedenen Kontexten, wie in Bildungseinrichtungen, sehr wirksam ist.
Die GFK wird in vielen Disziplinen untersucht und hat das Potenzial, sozialen Wandel zu fördern und eine friedliche Welt zu schaffen. Allerdings ist der Forschungsstand noch relativ überschaubar. Die meisten Arbeiten konzentrieren sich auf individuelle Wirkungen und die Entwicklung von Empathie. Es gibt auch einen Bedarf an einer zentralen Datenbank für wissenschaftliche Arbeiten zur GFK. Zukünftige Forschung sollte sich auf gesellschaftliche Transformationsanliegen und die Rolle der GFK in verschiedenen Kontexten konzentrieren. Diese Informationen sind unter diesem Link zu finden.
Empathie im Familienalltag
Ein eindrucksvolles Beispiel für die Umsetzung von Gattringers Ansätzen findet sich in der Geschichte von Nicole, einer Mutter, die mit den Herausforderungen des Alltags mit zwei Kindern kämpft. Nach einer Beratung mit Elinor fühlte sie sich endlich in der Lage, ihren Sohn besser zu verstehen. Die Strategien, die sie erlernt hat, haben nicht nur ihre Sichtweise verändert, sondern auch zu mehr Leichtigkeit und Verbindung in ihrem Leben geführt. Konflikte mit ihrem Sohn sind zwar nicht verschwunden, aber sie hat nun einen besseren Umgang damit gefunden. Nicole empfiehlt Elinor von Herzen an andere Eltern weiter – ein Zeugnis für die Wirksamkeit der Methoden, die Gattringer propagiert. Mehr über Nicoles Erfahrungen finden Sie unter diesem Link.
