Am heutigen 22. Mai 2026, in Tulln, wurde ein bedeutender Schritt in der Heilpflanzenforschung verkündet. Eine neue Forschungskooperation zwischen der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und Bionorica wurde unterzeichnet, die nicht nur die akademische Landschaft bereichern wird, sondern auch das Potenzial pflanzlicher Arzneimittel in den Fokus rückt. Bei einer Pressekonferenz waren unter anderem Rektorin Eva Schulev-Steindl, Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeister Peter Eisenschenk und der CEO von Bionorica, Michael Popp, anwesend. Es ist ein aufregender Tag für die Stadt Tulln, die sich als Universitätsstandort weiterentwickelt!

Bionorica, ein führender Hersteller von Phytopharmaka, sieht in der Kooperation eine Chance, die 40-jährige Forschungserfahrung in Österreich zu nutzen. Michael Popp hat eindrucksvoll betont, dass Phytopharmaka längst Teil der Schulmedizin sind. Die neue Kooperation wird durch die Einrichtung von drei Stiftungsprofessuren am IFA Tulln konkretisiert, wobei eine vollständig vom Land Niederösterreich finanziert wird, während die anderen beiden von BOKU und Bionorica getragen werden. Die Ausschreibung der ersten Professur ist bereits für den Herbst 2026 geplant. Das Ziel? Ein schneller Start der Forschung, um das große Potenzial der Heilkraft der Natur zu erschließen.

Ein Institut für Phytopharmazie

Die drei Professuren werden das neue Institut für Phytopharmazie bilden, das sich mit verschiedenen Aspekten der Heilpflanzenforschung beschäftigt. Eine Professur wird sich speziell der Erforschung von Heilpflanzen und deren Wirkstoffen widmen, während die anderen beiden Bereiche wie Züchtung, Anbau und phytopharmazeutische Technologie abdecken. Diese interdisziplinäre Ausrichtung bringt frischen Wind in die Forschung und könnte neue Wege für die Anwendung pflanzlicher Arzneimittel eröffnen.

Pernkopf hat in seiner Rede die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und der Industrie hervorgehoben. Investitionen in Bildung sind unerlässlich, um die Verbindung von modernster Wissenschaft mit traditionellem Wissen zu fördern – ein Ansatz, der nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die Wirtschaft stärken soll. Eva Schulev-Steindl, die Rektorin der BOKU, bezeichnete diesen Tag als besonders und hob den gesellschaftlichen Nutzen des neuen Instituts hervor. Bürgermeister Eisenschenk sieht im neuen Institut eine Aufwertung für Tulln, die hochwertige Arbeitsplätze schaffen könnte.

Forschung und Herausforderungen

Die Arbeitsgruppe, die sich mit pflanzlichen Arzneimitteln beschäftigt, wird auch in dieser neuen Forschungskooperation eine Rolle spielen. Sie fördert den interdisziplinären Austausch zwischen Forschern, Medizinern, Apothekern und der pharmazeutischen Industrie. Ihr Ziel? Den Stellenwert von Phytopharmaka zu stärken und kontinuierlich Wissen darüber zu erweitern. Aktuelle Themen umfassen unter anderem die Datenerfassung zur Anwendung von Phytopharmaka und die regulatorischen Herausforderungen, mit denen die Forschung konfrontiert ist.

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Wer sich für die spannende Welt der Heilpflanzenforschung interessiert, ist eingeladen, sich aktiv zu beteiligen. Für weitere Informationen steht die Kontaktadresse phyto@dgpharmed.de zur Verfügung. Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich die neuen Entwicklungen am Campus Tulln entfalten werden und welche Fortschritte die Forschung in den kommenden Jahren erzielen wird.

Für alle in der Region und darüber hinaus: Der Campus Tulln wird zum Hotspot für Heilpflanzenforschung. Es ist an der Zeit, die Heilkraft der Natur neu zu entdecken!