Am 19. Juni 2026 war der Himmel über Heidenreichstein strahlend blau, als Eveline und Johann Karner bei der Generalversammlung des NÖ Teichwirteverbandes eine ganz besondere Auszeichnung erhielten. Sie wurden mit der Ehrenmedaille ANNO INTERNATIONALE DELLE DONNE AGRICOLTRICI 2026 der FAO (Food and Agriculture Organization) geehrt. Wie wunderbar, dass diese Ehrung nicht nur den beiden gebührt, sondern auch ein Zeichen für die wertvolle Arbeit in der niederösterreichischen Karpfen-Teichwirtschaft ist! Ihre unermüdliche Leidenschaft und ihr Engagement wurden nun auf internationaler Ebene gewürdigt und damit auch die Bedeutung der Karpfen-Teichwirtschaft hervorgehoben. Die FAO, als größte Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat sich ja bekanntlich der nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft verschrieben und setzt sich für die Verbesserung der Ernährungssicherheit weltweit ein.

Doch die Auszeichnung ist mehr als nur ein Preis. Sie ist eine Anerkennung für die Region und ihre Traditionen. Schließlich wurde die niederösterreichische Karpfen-Teichwirtschaft erst im Mai 2025 von der FAO als erstes landwirtschaftliches Weltkulturerbe Niederösterreichs anerkannt. Diese Ehrung betont den kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Wert der einzigartigen Teichlandschaft und ihrer Bewirtschafter. Die Karners sind Botschafter des heimischen Karpfens und tragen aktiv zur Förderung dieser nachhaltigen Tradition bei. Eine beeindruckende Leistung, die auch in der Festveranstaltung gebührend gefeiert wurde!

Ein Blick auf die Feierlichkeiten

Die Veranstaltung zur Würdigung der Waldviertler Karpfenteichwirtschaft war nicht nur ein Festakt, sondern auch ein Ort des Austausches. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Nationalrätin Martina Diesner-Wais und FAO-Direktor Kaveh Zahedi waren unter den Teilnehmern. Letzterer lobte die Karpfenteichwirtschaft als ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Produktion und deren ökologischen Wert. Das ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Teichwirtschaft, das auch von Totschnig unterstrichen wurde, der die Auszeichnung als essenziell für die Tradition und Zukunft der Teichwirtschaft bezeichnete.

Die Veranstaltung begann mit einem geselligen Get-together am Herrenteich, der in diesem Rahmen umbenannt wurde. Während der Feierlichkeiten gab es nicht nur ein Karpfenbuffet – lecker! – sondern auch musikalische Umrahmung und Infostände zu Teichranger-Programmen sowie zur Aquakultur-Bildung. Das Highlight? Eine virtuelle Realität, die den Gästen das Erlebnis des Abfischens näherbrachte. Und als ob das nicht schon genug wäre, erhielten die Gäste auch noch Goodybags, die das Thema Waldviertler Karpfenteichwirtschaft aufgreifen. Einfach toll!

Die Tradition der Karpfenteichwirtschaft

Die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft hat eine über 900-jährige Tradition. Die Karpfen wachsen nach dem Laichen im Mai in naturnahen Teichen und erreichen in etwa vier Jahren ein Gewicht von 2–3 kg. Dabei ernähren sie sich von Plankton, Bodentieren und regionalem Getreide – ganz ohne Fischmehl oder Fischöl. Die Abfischtradition im Herbst, bei der die Karpfen per Hand und Netz gefangen werden, ist ein eindrucksvolles Erlebnis. Diese Fische werden lebendig in Hälterungen gehalten und frisch verkauft, besonders zur Weihnachtszeit, was für viele Familien ein besonderes Ereignis darstellt. Die Abfischfeste, die an verschiedenen Orten wie dem Bruneiteich oder dem Klosterteich Stift Geras stattfinden, ziehen zahlreiche Besucher an und bieten einen Einblick in diese faszinierende Welt.

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Die Karpfenteiche sind nicht nur für die Fischproduktion wichtig, sondern auch bedeutende Lebensräume für bedrohte Arten. Sie tragen zur Biodiversität, Wasserspeicherung und zum Hochwasserschutz bei. Aktive, fachkundige Teichwirtschaft ist notwendig, um diese wertvollen Ökosysteme und den Waldviertler Karpfen langfristig zu erhalten. Die Karpfenwirte bilden ein Netzwerk mit kontrollierten Qualitätsstandards, was die Qualität der Karpfengerichte garantiert. Nur Betriebe, die regionale Karpfen beziehen und das ganze Jahr über Karpfengerichte anbieten, dürfen das Qualitätssiegel tragen. Diese Kombination aus Tradition und Nachhaltigkeit macht die Waldviertler Karpfenteichwirtschaft einfach einzigartig!

Die Ehrung von Eveline und Johann Karner ist somit nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein starkes Zeichen für die gesamte Region und deren Traditionen. Es zeigt, dass das Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt kultureller Werte eine wichtige Rolle spielt. Wer weiß, vielleicht inspiriert diese Auszeichnung ja auch andere, sich für die heimische Landwirtschaft stark zu machen?

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