Am 8. Mai 2026 fand in Tulln ein beeindruckender Fackelzug des Roten Kreuzes Niederösterreich statt. Rund 500 Teilnehmer, darunter viele Rotkreuz-Mitarbeiter und ihre Familien, machten sich auf den Weg, um die Werte der Menschlichkeit, des Zusammenhalts, der Neutralität und Unparteilichkeit zu betonen. Der Zug startete vor der Landesverbandszentrale des Roten Kreuzes und führte durch die Stadt, während die Fackeln im Dunkeln leuchteten und eine warme Atmosphäre schufen. Es war irgendwie bewegend, all diese Menschen zu sehen, die sich für eine gute Sache zusammengeschlossen haben.
Der 8. Mai ist nicht nur ein beliebtes Datum für das Rote Kreuz, sondern auch der Geburtstag von Henry Dunant, dem Gründer dieser bedeutenden humanitären Bewegung. Dieser Tag wird weltweit als Weltrotkreuztag gefeiert und erinnert an die Kernaufgabe der Organisation: Hilfe für Menschen in Not zu leisten. Präsident Hans Ebner kündigte an, dass der Fackelzug als jährliche Tradition an verschiedenen Rotkreuz-Bezirksstellen in Niederösterreich fortgesetzt werden soll. Es wird spannend zu sehen, wie sich diese Tradition weiterentwickelt.
Die Wurzeln der Rotkreuzbewegung
Die Geschichte der Rotkreuzbewegung reicht bis ins Jahr 1859 zurück. Damals fand Henry Dunant nach der Schlacht von Solferino unversorgte Verwundete und war tief betroffen von ihrem Leid. Aus seiner Initiative entstand das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das seit 1876 weltweit tätig ist. Die sieben Grundsätze der Bewegung – Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – wurden 1965 in Wien proklamiert und sind bis heute das Fundament des Handelns dieser Organisation.
Der Fackelzug in Tulln soll nicht nur die Geschichte der Bewegung sichtbar machen, sondern auch die Bedeutung ihrer Grundwerte in der Gegenwart hervorheben. Diese Werte sind besonders in Zeiten von Gesundheitskrisen, Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten von enormer Wichtigkeit. Weltweit engagieren sich über 17 Millionen Freiwillige in der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. In Deutschland sind beispielsweise etwa 400.000 Ehrenamtliche aktiv, die sich unermüdlich für die Unterstützung von Menschen in Not einsetzen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Tradition des Fackelzugs in Tulln könnte eine neue Ära für das Rote Kreuz in Niederösterreich einläuten. Es ist schön zu sehen, wie sich Menschen für die gute Sache zusammentun. Die Fiaccolata, eine ähnliche Tradition, die seit 1992 in Italien durchgeführt wird, um der Ursprünge der Rotkreuz-Bewegung zu gedenken, könnte dabei als Inspiration dienen. Mit der fortlaufenden Unterstützung und dem Engagement der Gemeinschaft kann der Fackelzug im Jahr 2027 noch größer und bedeutungsvoller werden.
Die Social Media Kampagne mit dem Hashtag #TeamDRK wird zudem dazu beitragen, das Engagement für die humanitäre Arbeit weiter zu fördern. Vorlagen für Social Media Posts sind im DRK-Styleguide verfügbar, und wer weiß, vielleicht wird der nächste Fackelzug auch online ein großes Ereignis. Der Weltrotkreuztag, der für die Vision eines globalen humanitären Netzwerks steht, hat das Potenzial, noch mehr Menschen zu inspirieren, sich für die gute Sache einzusetzen.