Am 3. Mai 2026 fand in St. Severin die Florianimesse statt – ein Ereignis, das nicht nur den Feuerwehrleuten, sondern auch der gesamten Gemeinde am Herzen liegt. Feuerwehrkurat Pater Pius Nwagwu, SMMM, gestaltete die Messe unter dem Leitmotiv von Dankbarkeit und Zusammenhalt. An diesem Tag wurde nicht nur der spirituelle Aspekt des Feuerwehrwesens gewürdigt, sondern auch ein bedeutender Schritt in der technischen Ausstattung gefeiert. Die offizielle Inbetriebnahme und Segnung von Tank 3 war der Höhepunkt des Festaktes, der zahlreiche Gäste anlockte.

Die Festreden hielten unter anderem Kommandant BR DI Dr. Johannes Ofner, Bgm. Mag. Peter Eisenschenk und weitere Würdenträger wie BR Johann Steinböck und NÖLAbg. Bgm. Christoph Kaufmann. Auch BH Tulln Mag. Hutterer ließ es sich nicht nehmen, einige Worte zu sprechen. Ein besonderes Dankeschön ging an alle Festgäste, die zur stimmungsvollen Feier beitrugen. Unter den Anwesenden waren viele lokale Politiker und Vertreter der Feuerwehr, darunter LAbg. StR Andreas Bors und LAbg. Doris Hahn sowie die Stadt Tullner Stadträte.

Beförderungen und Ehrungen

Der Festakt bot zudem einen feierlichen Rahmen für zahlreiche Beförderungen und Ehrungen. Besonders hervorzuheben ist die Ernennung von Vasko Shopov zum Jugendfeuerwehrmann (JFM) und die Verleihung des 1. Erprobungsstreifens an Victoria Grimus. Katrin Wallner-Holzer wurde zum Prüfungsfeuerwehrmann (PFM) ernannt, während Wilhelm-A. Tomasovits, Anas Saidi, Marco Frühauf und Sandra Pauser zum Feuerwehrmann (FM) befördert wurden. Zudem erhielten Katharina Ofner und Jakob Friedbacher die Beförderung zum Sicherheitsbeauftragten (SB).

Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Verdienstmedaille der Stadtgemeinde Tulln in Gold an Norbert Aubrunner und das Verdienstzeichen 3. Klasse des NÖ Landesfeuerwehrverbandes an Rene Grössl und Daniel Schreck. Besonders emotional wurde die Ehrung von Heinz Reinhardt, Norbert Schmolek und Horst Turban, die für 50 Jahre verdienstvolle Tätigkeit im Feuerwehrwesen ausgezeichnet wurden. Diese Auszeichnungen unterstreichen die langjährige Tradition und das Engagement der Feuerwehr in der Region.

Ein Blick in die Feuerwehrgeschichte

Feuerwehren, wie wir sie heute kennen, haben eine lange und bewegte Geschichte. Sie entstanden im modernen Sinne erst Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem kommunale Löschwesen oft zu Verwirrungen führten. Der verheerende Großbrand in Hamburg von 1842, der 1.700 Gebäude und 51 Menschenleben forderte, war ein Wendepunkt in der Weiterentwicklung des Brandschutzes. Es war Carl Metz, der 1842 in Heidelberg eine Maschinenfabrik für Feuerwehrgeräte gründete – eine Innovation, die die Feuerwehrtechnik revolutionierte.

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Mit dem ersten Einsatz einer modernen Handdruckspritze 1847 und der Gründung der ersten Berufsfeuerwehr in Berlin im Jahr 1851 begann eine neue Ära der Brandbekämpfung. Feuerwehrangehörige wurden nach militärischen Prinzipien ausgebildet, und die Entwicklung verbesserter Löschtechnik setzte sich fort. Diese Fortschritte sind bis heute spürbar und prägen das Feuerwehrwesen in Tulln und darüber hinaus.

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