In Tulln gibt es traurige Nachrichten zu vermelden: Helga Köcher, die ehemalige Geschäftsstellenleiterin des AMS Tulln, ist am 23. Mai im Alter von 80 Jahren verstorben. Ihre berufliche Laufbahn begann 1966 in der Arbeitsmarktverwaltung in Tulln, wo sie zunächst im Verwaltungsdienst tätig war. Später wechselte sie in die Arbeitsvermittlung, und ihr Herz schlug besonders für die Unterstützung junger Menschen, die sie als Jugendberaterin beim Berufs- und Ausbildungseintritt begleitete. Im Jahr 1986 wurde sie zur Abteilungsleiterin des Beratungs- und Vermittlungsservice ernannt und übernahm einige Jahre später, 1993, die Leitung der Geschäftsstelle des AMS Tulln. Nach einem erfüllten Berufsleben trat sie 2006 in den Ruhestand.

Hans Schultheis, der aktuelle Geschäftsstellenleiter des AMS Tulln, würdigte Köcher als einen lebenslustigen und offenen Menschen, der immer ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Kunden hatte. Es ist ein großer Verlust für die Gemeinde und die vielen Menschen, die von ihrer Arbeit profitiert haben. In diesen schweren Zeiten gilt unser Mitgefühl und unsere Kraft den Hinterbliebenen von Helga Köcher. Ihre Spuren werden in Tulln weiter sichtbar bleiben.

Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt

Doch während wir um Helga Köcher trauern, werfen wir auch einen Blick auf die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt in Niederösterreich. Wirtschaftsforscher_innen haben die Arbeitsmarktprognose für die Region nach unten revidiert. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosigkeit bis zum Jahr 2026 steigen wird, jedoch unterschiedlich stark in den verschiedenen Regionen. Besonders im Waldviertel zeigt sich eine gedämpfte Nachfrage nach Arbeitskräften und ein spürbarer demografischer Wandel, was dazu führt, dass hier die Arbeitslosigkeit weniger stark ansteigt.

Das AMS NÖ ist mit seinen vier Geschäftsstellen ein wichtiger Partner für Jobsuchende und Unternehmen. Intensive Beratungs- und Betreuungsangebote sollen helfen, den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit zu bremsen. Ein positives Beispiel hierfür ist das Jugendbildungszentrum in Gmünd, das junge Teilnehmende beim Einstieg in die Berufs- oder Ausbildungswelt unterstützt. Ab Sommer 2026 wird zudem ein neues Modell erprobt, das Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen hilft, nachhaltig ins Erwerbsleben zurückzukehren.

Ein Blick auf die Statistiken

Für alle, die sich für die Hintergründe und Entwicklungen am Arbeitsmarkt interessieren, ist die Internetpräsenz der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine zentrale Informationsquelle. Aktuelle Tabellen, Berichte und interaktive Statistiken bieten einen umfassenden Überblick über die Situation. Hier finden sich auch wichtige Informationen zu Themen wie Arbeitslosigkeit, Ausbildungsmarkt und Beschäftigung. Monatliche Newsletter informieren über die neuesten Entwicklungen und Angebote. So bleibt man immer auf dem Laufenden, was die Herausforderungen und Chancen auf dem Arbeitsmarkt betrifft.

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Das AMS und ähnliche Einrichtungen tragen mit ihren Maßnahmen dazu bei, dass Menschen wie Helga Köcher, die ihr Leben der Arbeit mit anderen gewidmet haben, nicht in Vergessenheit geraten. Ihre Leistungen und der Einsatz für die Gemeinschaft bleiben unvergessen, auch wenn sich der Arbeitsmarkt ständig wandelt.