Es gibt Neuigkeiten aus Tulln, die vor allem Kunst- und Schiffsfreunde aufhorchen lassen! Das faszinierende Schiff „Regentag“, das einst Friedensreich Hundertwasser als Wohnhaus und Atelier diente, öffnet nach umfassender Sanierung wieder seine Türen für die Öffentlichkeit. Nach jahrelanger Restauration, die die charakteristischen Umbauten bewahrt hat, sind jetzt Besichtigungstermine angesetzt. Am 11. Juli, von 14.00 bis 17.00 Uhr, können kleine Gruppen von bis zu fünf Personen in die Welt des berühmten Künstlers eintauchen – online Tickets sind dabei wärmstens empfohlen, denn die Plätze sind begrenzt.

Die „Regentag“ hat eine lange, bewegte Geschichte. Ursprünglich 1910 als Motorboot mit dem Namen „San Giuseppe T“ in Palermo gebaut, wurde das Schiff in den späten 1960er Jahren von Hundertwasser erstanden und in einer Werft in Venedig umgestaltet. Hierbei erhielt es nicht nur einen neuen Namen, sondern auch eine Verlängerung von 12 auf 16,6 Meter, eine innovative Gestaltung des Bugs und Hecks sowie asymmetrische Aufbauten. Kreativität pur – das spiegelt sich in Hundertwassers Vision wider, die er über mehr als ein Jahrzehnt in seiner floating home verwirklichte.

Der Weg zur Wiedereröffnung

Nach dem Umbau nutzte Hundertwasser das Schiff, um mit ihm die Weiten des Mittelmeers, der Karibik, Neuseelands und des Südpazifiks zu erkunden – manchmal steuerte er es sogar selbst! Die „Regentag“ war nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern auch ein Ort der Kreativität und Inspiration. Dabei ist sie unter der Nummer 703 im offiziellen Werkverzeichnis des Künstlers verzeichnet und steht seit 2015 unter Denkmalschutz. Die letzten Jahre waren geprägt von intensiven Restaurierungsarbeiten, die 2018 begannen und bis Juni 2024 abgeschlossen sein sollen.

Ein besonderes Highlight der Restaurierung ist die Ummantelung des Rumpfs mit Ferro-Zement und die typischen Fliesenverzierungen, die Hundertwasser so liebte. Auch die Aufbauten wurden erneuert und das Schiff erhielt zwei Masten – ein wahres Gesamtkunstwerk, das bald wieder erlebbar ist. Nach der Rückkehr nach Europa im Jahr 2004 und der Überstellung nach Tulln wird die „Regentag“ nun wieder im Gästehafen liegen, wo sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Ein Schiff mit Geschichte

Die Regentag hat nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine maritime Geschichte zu erzählen. Vor ihrem Erwerb durch Hundertwasser war sie über sechs Jahrzehnte hinweg für Salz- und Sandtransporte zwischen Nordafrika und Marseille im Einsatz. Es ist fast unglaublich, sich vorzustellen, wie dieses Schiff, das so viele Abenteuer erlebt hat, nun in Tulln seine neue Bestimmung findet. Nach einem Zwischenfall im Jahr 1995, als das Schiff sank, wurde es wieder gehoben und mit einem neuen Rumpf ausgestattet. Und nun, nach so vielen Jahren, steht es bereit, Kunst- und Schifffahrtsbegeisterte gleichermaßen zu begeistern.

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Die Wiedereröffnung am 11. Juli ist also ein Muss für alle, die sich für Kunst, Architektur und maritime Geschichte interessieren. Und wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere Besucher ja selbst von der Faszination der Schifffahrt ergriffen – ganz so wie es bei Hundertwasser der Fall war! Für weitere Informationen und um Tickets zu buchen, kann man die Quelle besuchen.

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