Gemeinderatssitzung in Waidhofen: Verkehrssicherheit und Neubauprojekte im Fokus
Am Mittwoch, den 24. Juni, erlebte die Stadt Waidhofen an der Thaya eine spannende Gemeinderatssitzung. In dieser wurden einige wichtige Beschlüsse gefasst, die von großem Interesse für die Bürger sind. Unter anderem wurde der 1. Nachtragsvoranschlag für das Jahr 2026 beschlossen, wobei es nur eine Gegenstimme von Gemeinderat Martin Litschauer (Grüne) gab. Bürgermeister Josef Ramharter von der ÖVP informierte über die Neugestaltung der Thayaparkstraße, die nun mit einem Tempolimit von 50 km/h versehen wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, Fußgänger und Radfahrer zu schützen, was von Gemeinderat Franz Pfabigan (SPÖ) als notwendig erachtet wurde.
Die Thayaparkstraße verbindet den neuen Karpfenkreisverkehr mit dem Einkaufszentrum Thayapark, und Bürgermeister Ramharter erklärte, dass ein gekennzeichneter Übergang aufgrund der niedrigen Frequenz nicht möglich sei. Dennoch äußerte Gemeinderat Litschauer Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Radfahrer. Stadträtin Ingeborg Österreicher (FPÖ) kündigte eine Begehung mit der Bezirkshauptmannschaft an, um Lösungen zu finden. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Änderungen auf das Verkehrsgeschehen auswirken werden.
Neubau des Feuerwehrhauses in Matzles
Ein weiteres zentrales Thema war die Beteiligung der Stadtgemeinde an den Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses in Matzles. Die Stadt wird sich mit 6.000 Euro an den Planungskosten beteiligen, während für den Neubau selbst im Jahr 2027/28 insgesamt 850.000 Euro eingeplant sind. Das bestehende Feuerwehrhaus, über 100 Jahre alt, erfüllt nicht mehr die modernen Anforderungen. Das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Matzles war bei diesem einstimmigen Beschluss anwesend und dankte den Mandataren für ihre Unterstützung.
Die Gemeinderatssitzung brachte auch die Entscheidung mit sich, dem Musikschulverband Thayatal beizutreten. Stadträtin Doris Fidi und Vizebürgermeisterin Marlene Böhm-Lauter (beide ÖVP) werden die Stadt in diesem Gremium vertreten. Vereinsförderungen wurden ebenfalls beschlossen, darunter 15.000 Euro für den SV Waidhofen, 2.000 Euro für den Tischtennisverein und 1.500 Euro für den Tennisclub. Zudem wird eine LED-Flutlichtanlage im Birkenstadion mit 8.000 Euro unterstützt, was eine Gesamtinvestition von 20.000 Euro für diese Maßnahme bedeutet.
Innovationen für die Stadt
Ein spannendes Projekt ist die Errichtung einer dritten digitalen „Citybox“, in der Stadtansässige und wohltätige Organisationen zweimal im Jahr kostenlos werben können. Die Testphase für dieses innovative Werbesystem läuft bis Mitte 2027. Außerdem wurde eine Hausordnung für die Jugendberatungsstelle erlassen, um die Räumlichkeiten an externe Veranstalter zu vermieten.
In Anbetracht der neuen Entwicklungen in der Verkehrsordnung könnte das Tempolimit von 50 km/h auf der Thayaparkstraße in einen größeren Kontext eingeordnet werden. Eine geplante Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) soll ab dem 1. Juli 2024 mehr Sicherheit und Lebensqualität in Ortsgebieten gewährleisten. Diese Gesetzesänderung, unterstützt von ÖVP und Grünen, wird es Gemeinden erleichtern, Tempolimits vor Schulen, Kindergärten und anderen sensiblen Bereichen einzuführen. Ziel ist es, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen und Unfälle zu reduzieren. Gewessler betont, dass im Schnitt alle 20 Minuten jemand im Ortsgebiet im Verkehr verletzt wird.
Die Entwicklungen in Waidhofen an der Thaya zeigen, dass die Gemeinde aktiv daran arbeitet, die Lebensqualität für alle Bürger zu verbessern. Von Verkehrssicherheit über die Förderung lokaler Sportvereine bis hin zu innovativen Projekten – die Stadt bleibt nicht stehen, sondern gestaltet ihre Zukunft aktiv mit.
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