Höhenrettung in Waidhofen: Übung am Turmdrehkran zeigt Professionalität und Vorbereitung
Am 20. Juli 2026 fand in Waidhofen an der Thaya eine beeindruckende Übung der Höhenrettungsgruppe statt. Auf einer Baustelle der Firma Reißmüller in der Bahnhofstraße wurde ein Turmdrehkran zur Verfügung gestellt. Dieser Kran wurde zum Schauplatz einer Simulation, die die Einsatzkräfte auf die Probe stellte. Das Szenario? Der Kranfahrer erlitt gesundheitliche Probleme in seiner Kanzel. Ein ernstzunehmender Fall, der schnelles und präzises Handeln erforderte. Die Höhenretter rüsteten sich mit der notwendigen Ausrüstung aus und machten sich auf den Weg zur Kanzel, die sich in etwa 35 Metern Höhe befand.
Oben angekommen, wartete die Herausforderung: Der Patient musste versorgt und sicher in eine Rettungstrage gelegt werden. Feuerwehrmitglieder arbeiteten Hand in Hand, um Anschlagpunkte zu definieren, den Patienten zu sichern und die Höhenrettungsausrüstung anzubringen. Nach einem sorgfältigen Abseilvorgang, bei dem ein Höhenretter den Patienten begleitete, warteten am Boden weitere Feuerwehrkameraden, um die Betreuung des Patienten fortzusetzen. Das Team zeigte nicht nur Geschick, sondern auch ein hohes Maß an Professionalität – ein wichtiges Zeichen dafür, wie gut die Vorbereitung auf realen Notfälle ist.
Praktisches Training und Wissenserweiterung
Nach der erfolgreichen Rettung ging es weiter: Die Höhenretter übten das Abseilen vom Turmdrehkran. Dabei hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, die notwendigen Handgriffe selbst durchzuführen und sein Wissen zu festigen. Solche Übungen sind unerlässlich, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Ein herzliches Dankeschön an die Firma Reißmüller für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit!
Die Bedeutung solcher Übungen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Absturzsicherung ist ein Verfahren, das sicherstellt, dass Einsatzkräfte bei akuten Gefahren keinen Schaden nehmen. Feuerwehrleute, die auf Dächer oder in andere gefährliche Höhen müssen, werden durch Kameraden mit Rückhaltesystemen gesichert. Hierbei kommt es darauf an, dass die Einsatzkräfte durch ein ständig unter Spannung stehendes Seil gehalten werden, um Stürze zu verhindern. Manchmal muss man sich klarmachen, wie komplex die Absturzsicherung wirklich ist – besonders wenn es um vertikales oder horizontales Vorsteigen geht.
Hohe Anforderungen an die Höhenretter
Die Ausbildung zum Höhenretter ist anspruchsvoll. Um diese Herausforderung zu meistern, müssen die angehenden Retter mindestens 18 Jahre alt sein und eine entsprechende gesundheitliche sowie psychische Tauglichkeit nachweisen. Der Grundlehrgang umfasst etwa 80 Stunden, die sowohl theoretische als auch praktische Ausbildung beinhalten. Themen wie Rechtsgrundlagen, Unfallverhütung, Risikomanagement und Materialkunde stehen auf dem Lehrplan. Praktische Übungen, wie Knotenkunde und Sicherungstechniken, sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung.
Nach Abschluss der Ausbildung sind jährlich 72 Übungsstunden notwendig, um den Ausbildungsstand zu erhalten. Das Einsatzspektrum der Höhenretter ist vielfältig: Von der Rettung von Personen und Tieren aus Höhen und Tiefen bis hin zur Sicherung von Einsatzkräften in absturzgefährdeten Bereichen. Auch bei der medizinischen Betreuung in Höhenlagen leisten sie wertvolle Arbeit. Die Vorbereitungen für den Ernstfall sind also nicht nur wichtig, sie sind überlebenswichtig.
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