Heute ist der 8. Mai 2026, und in Waidhofen an der Thaya wurde am vergangenen Sonntag ein ganz besonderes Beisammensein zu Ehren der Mütter gefeiert. Der Muttertag, der in Österreich traditionell am zweiten Maisonntag begangen wird, hat eine interessante Geschichte, die bis ins Jahr 1924 zurückreicht, als Marianne Hainisch ihn einführte. Doch die Wurzeln des Muttertags reichen noch weiter zurück und sind in den USA verankert. Dort wurde die Idee von Anna Jarvis nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1905 geboren. Was für ein bewegender Anlass!

Das Rote Kreuz Waidhofen/Thaya ließ es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr einen Muttertags-Seniorentreff zu veranstalten. Bei Kaffee und Kuchen fanden angeregte Gespräche statt, und die Teilnehmer:innen konnten auf das vergangene Jahr zurückblicken. Eine besondere Tradition ist das Schmücken eines Maibaums mit bunten Bändern und selbstgemachten Herzen. Teamleiterin Monika Hobeck hob die Bedeutung starker Mütter in den Familien der Kolleg:innen hervor. Es ist berührend zu sehen, wie der Muttertag nicht nur gefeiert, sondern auch zelebriert wird.

Die Anfänge des Muttertags

Die Inspiration für den Muttertag entstammt einer bewegten Geschichte. Anna Jarvis, selbst eines von 13 Kindern, erlebte eine Kindheit, die von Verlusten geprägt war – nur vier ihrer Geschwister erreichten das Erwachsenenalter. Ihre Mutter, Ann Maria Reeves Jarvis, war eine bemerkenswerte Frau, die sich während des amerikanischen Bürgerkriegs für die Verwundeten beider Seiten einsetzte und nach dem Krieg für einen Feiertag kämpfte, der Frieden und soziale Dienste in den Vordergrund stellte. Anna Jarvis begann ihren Einsatz für einen offiziellen Muttertag, nachdem sie am 12. Mai 1907 einen Gedenkgottesdienst für ihre verstorbene Mutter gefeiert hatte. Das erste Mal wurde der Feiertag 1908 in der St. Andrew’s Methodist Episcopal Church in Grafton, West Virginia, gefeiert, wo Anna 500 rote und weiße Nelken verteilte – die Lieblingsblumen ihrer Mutter.

Im Jahr 1914 wurde der Muttertag schließlich national anerkannt. Doch mit dem Erfolg kam auch die Kommerzialisierung, die Anna Jarvis schon bald verärgerte. In den 1920er Jahren kämpfte sie gegen diese Entwicklung und war sogar bereit, ihr Vermögen dafür einzusetzen. Sie trat der Mother’s Day International Association bei, um den Feiertag zu schützen, und ihre Klage zur Unterbindung der Feier wurde abgewiesen. Traurigerweise starb sie in Armut, kurz nachdem sie sich über die Kommerzialisierung des Muttertags geäußert hatte.

Muttertags-Seniorentreff und Ausblick

Zurück in Waidhofen: Der nächste Seniorentreff des Roten Kreuzes findet am 5. Juni im Rahmen des Volksfestes statt, Beginn ist um 13:30 Uhr im großen Festzelt. Anmeldungen sind telefonisch oder per E-Mail möglich. Die Veranstaltung verspricht, ebenso anregend und gesellig zu werden wie der Muttertag. Es ist schön zu sehen, wie solche Traditionen weitergeführt werden und die Gemeinschaft stärken. Der Austausch zwischen den Generationen wird hier großgeschrieben, und das ist einfach wertvoll.

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Wenn man über die Geschichte des Muttertags nachdenkt und die Bedeutung, die er für viele Menschen hat, wird klar, dass es nicht nur um Blumen und Geschenke geht – es ist eine Gelegenheit, Dankbarkeit zu zeigen und die unermüdliche Arbeit der Mütter zu würdigen. Und so bleibt der Muttertag, ob in Waidhofen oder anderswo, ein Tag voller Emotionen und Erinnerungen.

Für weitere Informationen über den Muttertags-Seniorentreff und die Geschichte des Feiertags, können Sie die detaillierte Berichterstattung auf Mein Bezirk nachlesen.