Ölverschmutzung auf B36 in Waidhofen an der Thaya sorgt für schnellen Einsatz der Feuerwehr
Heute, am 10.06.2026, ereignete sich in Waidhofen an der Thaya ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte auf sich zog. Gegen 19 Uhr fuhr ein Lenker mit seinem Audi A6 auf der B36, als er kurz vor dem „Karpfen“-Kreisverkehr plötzlich eine schwergängige Lenkung bemerkte. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Er entschied sich, auf der Parkfläche an der Heidenreichsteiner Straße, in Höhe der Straßenmeisterei, anzuhalten. Dort stellte er fest, dass aus einer defekten Servopumpe Öl austrat. Ein kurzer Blick auf die Fahrbahn offenbarte einen Ölfilm, der sich bereits in Richtung eines nahen Kanaleinlaufs bewegte.
Der besorgte Fahrer handelte schnell. Er holte Ölbindemittel von einer Tankstelle gegenüber und brachte es zum Kanaleinlauf, um zu verhindern, dass das Öl in den Kanal gelangte. Nachdem er diese wichtige Maßnahme ergriffen hatte, verständigte er die Einsatzkräfte sowie einen Abschleppdienst. Kurze Zeit später trafen Feuerwehr und Polizei am Einsatzort ein. Nach der erforderlichen Absicherung wurde weiteres Ölbindemittel auf den Ölfilm aufgebracht. Die Besatzung eines Vorausrüstfahrzeugs wurde zur weiteren Erkundung auf die B36 geschickt, wo ein weiterer Ölfilm im Bereich des Kreisverkehrs festgestellt wurde.
Maßnahmen der Einsatzkräfte
Die Einsatzkräfte ließen sich nicht lange bitten. Auch im Kreisverkehr wurde Ölbindemittel aufgebracht, und das Öl wurde aufgesaugt. Nach dem Aufnehmen des kontaminierten Materials reinigten die Feuerwehrleute die Fahrbahn im Kreisverkehr mit einer Schnellangriffseinrichtung. Um 19:45 Uhr konnten die tapferen Helfer dann schließlich ins Feuerwehrhaus einrücken. Insgesamt waren 13 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Waidhofen/Thaya mit verschiedenen Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von einem Fahrzeug der Polizei Waidhofen/Thaya.
Solche Vorfälle sind nicht nur ärgerlich für die Beteiligten, sondern stellen auch ein Problem für die Verkehrssicherheit dar. Ausgelaufene Betriebsstoffe können zu gefährlichen Rutschgefahren führen, die besonders in dicht besiedelten Gebieten schnell zu Unfällen führen können. Laut einer Quelle sind die Zuständigkeiten für die Beseitigung von Fahrbahnverschmutzungen durch Öl in Deutschland klar geregelt. Grundsätzlich liegt die Verantwortung beim Verursacher. Wenn dieser jedoch nicht ermittelt werden kann oder seinen Pflichten nicht nachkommt, muss der Straßenbaulastträger für die Beseitigung sorgen. Ein ganz schöner bürokratischer Aufwand, könnte man sagen.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Die Feuerwehr hat in solchen Fällen primär die Aufgaben Lebensrettung, Brandbekämpfung und Gefahrenabwehr. Die Beseitigung einfacher Rutschgefahren gehört normalerweise nicht zu ihrem Aufgabengebiet. Ein Eingreifen kann jedoch erfolgen, wenn die zuständige Behörde dies anordnet. Die Reinigungsleistung muss vor der Verkehrsfreigabe vom zuständigen Straßenbaulastträger überprüft werden. Verkehrsfreigabe gibt es erst, wenn alle Öl- und Rückstände vollständig entfernt sind, wie im Merkblatt DWA-M 715 festgelegt. Eine bloße Reinigung mit Ölbindemitteln ohne vollständige Entfernung der Rückstände ist unzureichend.
In diesem Sinne zeigt der Vorfall in Waidhofen an der Thaya, wie wichtig schnelles Handeln und das Wissen um die rechtlichen Rahmenbedingungen sind, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu gewährleisten. Der Einsatz der Feuerwehr und der Polizei stellt sicher, dass solche Gefahren schnell beseitigt werden, sodass die Verkehrsteilnehmer sicher unterwegs sein können. Ein großes Dankeschön an alle Einsatzkräfte!
