Am 24. Mai 2026 fand im Landesklinikum Zwettl das 4. Pflegewissenschaftliche Forum Waldviertel statt. Die Gastgeberin, Pflegerische Standortleiterin Gudrun Köck, begrüßte rund 60 Pflegefachkräfte aus den Klinikstandorten Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya. Ein bunt gemischtes Publikum, das sich für die Leitthemen „Alltag“ und „Pflegequalität“ interessierte. Diese Themen sind ja schließlich nicht nur Schall und Rauch, sondern ganz konkret relevant für die tägliche Arbeit in der Pflege.

Einer der Höhepunkte des Forums war der Vortrag von Berta Schrems von der Universität Wien. Sie sprach über die Bedeutung des Alltags in der Pflege und die Balance zwischen institutioneller Routine und individuellen Ausnahmesituationen. Es ist spannend, wie wichtig der Alltag ist, und dass man nicht einfach nur die Routine abspulen kann, sondern immer wieder auf die speziellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten eingehen muss. Die Diskussionen, die aus ihrem Vortrag resultierten, waren lebhaft und zeigten, dass hier ein echter Austausch stattfand.

Ergebnisse und Perspektiven

Ein weiterer wichtiger Beitrag kam von Silvia Bauer vom Pflegewissenschaftlichen Institut der Medizinischen Universität Graz. Sie präsentierte Ergebnisse einer Pflegequalitätserhebung, die an allen drei Standorten durchgeführt wurde. Die Resultate waren durchwegs positiv und zeigten, dass die Fachkräfte auf einem guten Weg sind, die Patientenbetreuung kontinuierlich zu verbessern. Ein Grund zur Freude, denn das motiviert alle Beteiligten, weiter an der Qualität zu arbeiten.

Organisiert wurde auch ein „Marktplatz der Perspektiven“ von Eva Scheidl. Hier konnten sich die Teilnehmenden mit Pflegewissenschaftlerinnen, Führungskräften und Experten vernetzen und ihre Ideen zur Weiterentwicklung der Pflege einbringen. So ein Austausch ist Gold wert, denn oft sind es die kleinen Ideen, die große Wirkung entfalten können!

Ein Blick in die Zukunft

Pflegedirektor Andreas P. Lausch betonte in seiner Rede die Praxisrelevanz der pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse. Er machte klar, dass es nicht nur um trockene Theorie geht, sondern dass die Forschung einen direkten Einfluss auf die tägliche Pflegepraxis haben sollte. Diese Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis ist heute wichtiger denn je, besonders im Hinblick auf die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt.

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Ein Ausblick auf die zukünftigen Veranstaltungen sorgte für zusätzliche Vorfreude: Das 5. Pflegewissenschaftliche Forum Waldviertel wird am 6. Oktober 2026 in Waidhofen/Thaya stattfinden. Außerdem ist ein ganztägiges Symposium am 11. Mai 2027 im Moorheilbad Harbach, Bezirk Gmünd, geplant. Diese Events bieten spannende Gelegenheiten, sich weiterzubilden und zu vernetzen – denn die Pflege entwickelt sich ständig weiter.

In einem breiteren Kontext betrachtet, zeigt sich, dass die Akademisierung der Pflege ein zukunftsweisender Schritt ist. Bei einer Fachtagung in Berlin wurde kürzlich die zentrale Rolle der Pflegewissenschaft im demografischen Wandel betont. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Hochschulen diskutierten, wie wichtig akademisch ausgebildete Pflegekräfte für die Gesundheitsversorgung sind. Es wird erwartet, dass der Anteil akademisch ausgebildeter Pflegender steigen muss, um den Herausforderungen im Gesundheitswesen gerecht zu werden.

Der Dialog über die Gesundheitsversorgung, insbesondere im ländlichen Raum, sollte nicht nur auf Konferenzen stattfinden, sondern auch in den Gemeinden selbst. Schließlich sind es die Pflegekräfte vor Ort, die den Unterschied machen. Und so bleibt zu hoffen, dass die Impulse und Ergebnisse des Forums in Zwettl nicht nur auf dem Papier bleiben, sondern auch in der Praxis zu spüren sind. Denn letztlich profitieren davon die Patientinnen und Patienten, die auf die bestmögliche Pflege angewiesen sind.