In Neudörfl gab es kürzlich einen spannenden Lokalaugenschein, bei dem Landesrat Heinrich Dorner, ÖBB-Projektleiterin Luzie Kneifel und Bürgermeister Dieter Posch die Fortschritte bei der Elektrifizierung der Mattersburger Bahn unter die Lupe nahmen. Die Investitionen in die Schieneninfrastruktur sind alles andere als gering: Knapp 143 Millionen Euro werden in die Modernisierung der Strecke fließen, und das mit Unterstützung des Landes. Bis 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, und die Vorfreude auf die neuen, modernen Bahnhöfe ist bereits spürbar.

Die Elektrifizierung der Mattersburger Bahn wird nicht nur die Mobilität in der Region verbessern, sondern auch einen großen Schritt in Richtung Klimaschutz darstellen. Ab 2027 werden Züge mit 100 Prozent grünem Bahnstrom fahren. Das ist doch ein Grund zur Freude! Die Modernisierung umfasst auch die Barrierefreiheit der Bahnhöfe und Haltestellen, die für viele Fahrgäste ein wichtiger Aspekt ist. Gleise werden erneuert, und Sicherheitsmaßnahmen, wie die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen und der Bau von Unterführungen, werden ebenfalls umgesetzt.

Aktueller Baufortschritt und Herausforderungen

Die Strecke ist derzeit bis zum 12. Dezember 2026 gesperrt, und ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Aktuell verlegt ein Schnellumbauzug (SUZ) Gleise, Schwellen und Schienen. In Katzelsdorf und Neudörfl wird an Unterführungen und Bahnhöfen gearbeitet. Die Hangsicherung in Bad Sauerbrunn wurde bereits abgeschlossen, und die Gleisverlegungsarbeiten beginnen bald. Außerdem soll der Viadukt bis spätestens 15. September wieder geöffnet werden, während die Eisenbahnkreuzung Reichelgasse bis zum 15. Juli gesperrt bleibt. Fortschritte sind auch in Wiesen-Sigleß und Mattersburg Nord sichtbar.

Die Mattersburger Bahn erstreckt sich von Wiener Neustadt über Mattersburg bis nach Loipersbach-Schattendorf und führt weiter ins ungarische Sopron. Ab 2025 beginnen die umfassenden Modernisierungsarbeiten, die nicht nur die Bahnhöfe Katzelsdorf, Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Mattersburg Nord, Marz-Rohrbach und Loipersbach-Schattendorf betreffen, sondern auch die Gleise auf den neuesten Stand der Technik bringen. Neue Bahnsteige mit modernen Kundeninformationssystemen werden errichtet, und barrierefreie Zugänge ohne Niveauunterschied zwischen Bahnsteigkante und Zug sorgen für einen reibungslosen Einstieg.

Vorteile der Modernisierung

Die Vorteile der Modernisierung sind vielfältig. Eine umweltfreundliche, schadstofffreie Mobilität wird angestrebt, und die erhöhte Sicherheit durch die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen ist ein wichtiger Aspekt. Die neue Infrastruktur ermöglicht Zugverbindungen vom Mittelburgenland nach Wien ohne Umsteigen in Wiener Neustadt. Das wird den täglichen Pendlerverkehr erheblich erleichtern. Außerdem wird die Aufenthaltsqualität an den neuen Bahnhöfen durch moderne Einrichtungen und ansprechendes Design gesteigert.

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Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Verkehrswende zu fördern und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu steigern. Die burgenländische Gesamtverkehrsstrategie 2021 hat genau das im Visier. Mit der Elektrifizierung der Bahn sollen Dieseltriebwagen ersetzt werden, was wiederum die Schadstoffemissionen reduziert. Ein Taktfahrplan mit Fahrplanverdichtung wird die Reisezeiten nach Wien verkürzen und die Lärmemissionen reduzieren. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Qualität des öffentlichen Verkehrs in der Region entscheidend gesteigert werden kann.

Diese Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie des Bundes zum Ausbau des Bahnnetzes in Österreich, die im Zielnetz 2040 festgehalten ist. Die Umsetzung erfolgt über den jährlich zu erstellenden ÖBB-Rahmenplan, der die Finanzierung durch die Bundesregierung beschließt. Die Kapazität des Bahnnetzes soll um rund 65 % gesteigert werden, und die Modernisierung der Mattersburger Bahn ist nur ein kleiner, aber wichtiger Teil dieses großen Plans.

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