Gesundheitsversorgung der Zukunft: Gesundheitsplan 2040+ in der Thermenregion
Am Dienstag, dem 10. Juni 2026, fand im Spital Baden eine aufschlussreiche Pressekonferenz statt, die sich um den Gesundheitsplan 2040+ drehte. Die Thermenregion steht im Fokus der Diskussionen zur Gesundheitsversorgung, und es gibt spannende Entwicklungen, die die Zusammenarbeit der Kliniken und das Leistungsangebot im Landesklinikum Mödling-Baden betreffen. Anwesend waren unter anderem Landesrat Anton Kasser, LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam, Primaria Dr. Birgit Grünberger, eine erfahrene Onkologin, sowie Silvia Bodi, die Geschäftsführerin der Gesundheit-Thermenregion-Gesellschaft. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese prominenten Persönlichkeiten gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Gesundheitsversorgung in der Region zu verbessern.
Ein zentrales Anliegen der Konferenz war der Ausbau der Primärversorgungseinheiten (PVE). Diese sollen künftig dazu dienen, Patienten mit nicht-klinischen Beschwerden besser zu behandeln. Eine sinnvolle Ergänzung sind die neuen Erstversorgungsambulanzen (EVA), die dazu beitragen sollen, die Kliniken zu entlasten. Die Klinikstandorte in Baden und Mödling werden sich weiterhin auf hochspezialisierte Behandlungen konzentrieren. Ein konkretes Beispiel hierfür ist der Ausbau der Gefäßchirurgie am Standort Baden. Außerdem wird die Neurologie von Mödling nach Baden verlegt und erweitert, während die Urologie nach Mödling umzieht und ab 2027 mit einer roboterchirurgischen Einheit ausgestattet wird.
Zusammenarbeit und Spezialisierung
Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsklinikum Wiener Neustadt und dem Klinikstandort Hochegg ist ein weiterer spannender Punkt. Das Zentrum für Neurologische Frührehabilitation bleibt am Standort Hochegg, was den Patienten zugutekommt. Zudem wird die onkologische Versorgung im Landesklinikum Baden durch die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Wiener Neustadt erheblich verbessert. Gemeinsam bildet man ein onkologisches Team, das die Versorgungsqualität in der Region steigern soll. Angesichts der steigenden Krebserkrankungen, bedingt durch den demografischen Wandel und die steigende Lebenserwartung, ist dies ein wichtiger Schritt.
Ab Ende 2025 wird ein zentrales hämatologisches Tumorboard für alle niederösterreichischen Klinikstandorte eingerichtet. Zudem vereint das Tumorboard Thermenregion seit März 2025 alle Tumorarten. Solche innovativen Versorgungskonzepte, wie die moderne Roboterchirurgie und telemedizinische Angebote wie „HerzMobil“, sind zukunftsweisend. Es gibt sogar Pläne zur Stärkung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hinterbrühl sowie zur Ausweitung von Akutgeriatrie- und Remobilisationsangeboten für ältere Menschen in der Region. Diese Maßnahmen sind nicht nur wichtig, sondern auch dringend notwendig.
Demografische Herausforderungen
Die demografischen Veränderungen stellen jedoch auch eine Herausforderung dar. Immer mehr Menschen werden älter, was die Anforderungen an das Gesundheitswesen erhöht. Natürlich müssen wir uns auch Gedanken über die Finanzierung und die Verfügbarkeit von medizinischem Personal machen. Ohne geeignete Gegenmaßnahmen könnten wir in der Zukunft vor erheblichen Versorgungsschwierigkeiten stehen – ein Gedanke, der einem schon mulmig werden kann. Innovative Ansätze, digitale Gesundheitsanwendungen und gezielte Präventionsmaßnahmen sind gefragt, um dieser Herausforderung zu begegnen.
Prävention spielt eine entscheidende Rolle in einem funktionierenden Gesundheitssystem. Impfungen, regelmäßige Checkups und Früherkennung sind essentielle Bausteine. Krankheiten wie Grippe, Covid-19 oder RSV haben in der Vergangenheit zu Millionen von Fehltagen geführt. Niedrigschwellige Impfangebote und digitale Tools, wie ein eImpfpass, könnten helfen, die Belastung auf die Gesundheitssysteme zu reduzieren. Zudem ermöglichen moderne Diagnostik und KI-gestützte Verfahren frühzeitige und zielgerichtete Krankheitsdiagnosen. Digitale Gesundheitsanwendungen, die seit 2020 in Deutschland verordnungsfähig sind, bieten den Patienten Zugang zu digitalen Medizinprodukten und verbessern die Versorgung chronischer Erkrankungen.
Mit diesen Entwicklungen und dem Engagement aller Beteiligten könnte die Thermenregion bald zu einem Vorreiter in der modernen Gesundheitsversorgung werden. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Pläne des Gesundheitsplans 2040+ in der Praxis bewähren werden. Für weitere Informationen und Details zu den Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung in der Thermenregion besuchen Sie bitte die Quelle.
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