Heute ist der 15.07.2026 und wir werfen einen Blick auf die neuesten Entwicklungen in der Landwirtschaftskammer für den Bezirk Wiener Neustadt. Die Wahl brachte frischen Wind mit sich: Nicole Ofenböck aus Lichtenegg und Lukas Brodtrager aus Pernitz wurden als neue Kammerräte gewählt. Ofenböck gehört der Fraktion NÖAAB/FCG an und hat sich bereits einen Namen als Betriebsrätin bei der Lagerhaus GmbH gemacht. Lukas Brodtrager hingegen ist der neue Fraktionsvorsitzende der FSG-LAK-Fraktion und arbeitet als Bundes-Branchensekretär bei der Gewerkschaft PRO-GE. Beide bringen frische Perspektiven und Engagement in die Kammerarbeit, was für die lokale Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. Übrigens, nicht zu vergessen: Karl Orthaber und Renate Schwarz wurden mit dem Silbernen Ehrenzeichen der NÖ LAK ausgezeichnet – eine schöne Wertschätzung ihrer langjährigen Verdienste.

Die Landwirtschaft in der Region

Die Landwirtschaft hat in den Bezirken Wiener Neustadt und Neunkirchen immer noch eine tragende Rolle. In Wiener Neustadt allein gibt es 1.054 aktive Betriebe, von denen fast alle im benachteiligten Gebiet angesiedelt sind und Ausgleichszulagen erhalten. Rund 870 dieser Betriebe haben Tierhaltung, was die Bedeutung der Tierwirtschaft in der Region unterstreicht. Biologische Bewirtschaftung findet ebenfalls einen Platz: Etwa 200 Landwirte in Wiener Neustadt setzen auf nachhaltige Anbaumethoden.

In Neunkirchen, dem forstreichsten Bezirk Niederösterreichs, tummeln sich 1.157 Invekos-Betriebe, von denen 950 ebenfalls in der Tierhaltung aktiv sind. Hier ist die Tierhaltung besonders wichtig, mit einem klaren Schwerpunkt auf Milchwirtschaft, Mutterkuhhaltung und Rindermast. Die Waldfläche in Neunkirchen beträgt beeindruckende 80.000 Hektar, was fast 70 Prozent des gesamten Bezirks ausmacht. Überwiegend Fichten, Weißkiefern und Laubhölzer prägen die Landschaft. In Wiener Neustadt sind es immerhin 58.000 Hektar Wald, was einem Anteil von 58 Prozent entspricht.

Die Herausforderungen der Zukunft

Die Landwirtschaft steht vor besonderen Herausforderungen. Der Anteil der Nebenerwerbslandwirte hat in beiden Bezirken stark zugenommen, was zeigt, dass viele Landwirte versuchen, ihre Betriebe mit zusätzlichen Einkünften abzusichern. In den „Steinfeld-Gemeinden“ hat die Tierhaltung jedoch an Bedeutung verloren, was möglicherweise auf die veränderten Marktbedingungen und den Druck auf die Preise zurückzuführen ist. Einige Betriebe spezialisieren sich mittlerweile auf die Haltung von Einstellpferden – ein Zeichen dafür, dass die Landwirte kreativ und anpassungsfähig sind.

Die Ergebnisse der Wahlen und die aktuelle Situation in der Landwirtschaft zeigen, dass trotz aller Herausforderungen ein starkes Netz von engagierten Menschen besteht, die sich für die Belange der Landwirtschaft einsetzen. Der Austausch zwischen den neuen Kammerräten und den bestehenden Betrieben könnte fruchtbare Ideen und Initiativen hervorbringen, die sowohl der Landwirtschaft als auch der Region zugutekommen.

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