Zukunft der Bahntechnologie: Tullner Innovationsdialog startet heute!
Am 27. November 2025 fand im Haus der Digitalisierung in Tulln der Fachdialog „Innovation auf Schiene“ statt, der von der Wirtschaftskammer Niederösterreich, der Wirtschaftsagentur ecoplus und dem Verband der Bahnindustrie organisiert wurde. Die Veranstaltung, die von 10:00 bis 13:00 Uhr dauerte, hatte das Ziel, die Zukunft der Bahntechnologie in Niederösterreich zu diskutieren und die Region als Innovationsstandort zu fördern. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eröffnete die Veranstaltung und hob die Wichtigkeit der Bahntechnologie in herausfordernden Zeiten hervor.
Mikl-Leitner betonte, dass die Innovationskraft und die Qualität der heimischen Bahnindustrie einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil darstellen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Bahnindustrie weltweit bei Patenten und Innovationen führt. Zudem generiert jeder investierte Euro in diesem Sektor 90 Cent zusätzliche Wertschöpfung. Zwei zentrale Zukunftsfragen, die besprochen wurden, beziehen sich auf die Mobilität sowie den Klima- und Umweltschutz. Die Landeshauptfrau forderte zudem einen Ausbau der Bahninfrastruktur, faire Wettbewerbsbedingungen in der EU sowie eine Reform des Vergaberechts.
Beiträge der Branchenvertreter
Wirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Christian Moser wies auf den wesentlichen Beitrag der Bahnindustrie zur Wirtschaftskraft und zu den Mobilitätslösungen in Niederösterreich hin. Die Branche weist eine Exportquote zwischen 60 und 80 Prozent auf und trägt zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region bei. Auch Christian Diewald, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie, betonte die Bedeutung der Bahntechnologie als Zukunftsfeld, wobei Innovationsprojekte und regionale Wertschöpfung eng miteinander verbunden sind.
Helmut Miernicki, Geschäftsführer von ecoplus, ergänzte, dass insgesamt 33 Unternehmen der Bahnindustrie in der Region ansässig sind. Sein Ziel ist es, diese Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und Bahnbetreibern zu vernetzen, um Innovationen und Investitionen in Infrastruktur und Technologie voranzutreiben. Es wurden unter anderem Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, regionale Entwicklung und Qualifizierung behandelt. Diskussionen über vielversprechende Zukunftsfelder und deren Nutzen für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich standen ebenfalls auf der Agenda der Veranstaltung.
Fachdialog-Programm
Das Programm des Fachdialogs umfasste mehrere Highlights, darunter ein Interview mit Helmut Miernicki und Christian Diewald sowie Keynotes von Vertretern namhafter Unternehmen wie der ÖBB AG und der Rätischen Bahn AG. Darüber hinaus gab es Perspektiven im Austausch mit dem Publikum, bei denen die Teilnehmer die Gelegenheit hatten, aktiv über die Entwicklung der Bahntechnologie zu diskutieren.
In einem breiteren Kontext arbeitet die Deutsche Bahn (DB) an der Entwicklung innovativer Technologien für eine nachhaltige Mobilität. Die DB engagiert sich in Kooperation mit universitären Einrichtungen und jungen Unternehmen, um die Mobilität von morgen mitzugestalten. Jährliche Treffen zwischen DB-Vertretern und der Vereinigung der Universitätsprofessuren des Eisenbahnwesens (VUE) sind Teil dieser Bemühungen. Das Ziel ist es, Innovationen aus der akademischen Forschung besser für den Schienenverkehr in Deutschland nutzbar zu machen, was auch im Rahmen des RailCampus OWL in Minden geschieht, wo Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten, um die Bahntechnologie der Zukunft zu entwickeln.
Der Fachdialog „Innovation auf Schiene“ ist somit ein wichtiger Schritt, um die Bahntechnologie in Niederösterreich voranzubringen und die Region als innovativen Standort zu stärken. NÖ.gv.at berichtet, dass die Veranstaltung zahlreiche Akteure aus der Branche anzog und die Notwendigkeit eines intensiven Austausches zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstrich. Die Diskussionen und die gemeinsamen Projekte können als Anstoß für weitere Entwicklungen in der Bahntechnologie und nachhaltigen Mobilität in der Region dienen. Weitergehende Infos finden sich auch auf der Seite der Wirtschaftskammer NÖ sowie im Engagement für Innovationen der Deutschen Bahn.
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