Am 27. April findet in Österreich ein Aktionstag zum Zufußgehen statt, der auch im Bezirk Zwettl besondere Beachtung findet. Dieser Tag soll das Bewusstsein für die Vorteile des Fußverkehrs schärfen und die Gemeinden dazu anregen, konkrete Maßnahmen zur Förderung der Bewegung im Alltag zu ergreifen. Projekte wie der SchulGehBus, Elternhaltestellen und Gehzeit.Karten sind nur einige der Initiativen, die in der Region umgesetzt werden, um die Bürger zu motivieren, täglich zusätzliche Schritte zu machen und somit ihre Gesundheit, Konzentration und ihr Wohlbefinden zu fördern.
Die positiven Effekte des Zufußgehens sind unbestritten: Es entlastet nicht nur die Umwelt und den Verkehr, sondern trägt auch zu einer höheren Lebensqualität bei. Verkehrslandesrat Udo Landbauer hebt hervor, dass die kostenfreie Verkehrsberatung des Mobilitätsmanagements NÖ seit elf Jahren besteht und maßgeschneiderte Lösungen auf Bezirksebene entwickelt werden, um die Menschen in Bewegung zu bringen. Mobilitätsmanagerin Gloria Winkler berichtet, dass der Fokus in den Gemeinden bislang vor allem auf dem Radfahren lag, doch zunehmend auch das Zufußgehen in den Mittelpunkt rückt.
Innovative Projekte im Bezirk Zwettl
In Schweiggers wurden bereits 2021 Elternhaltestellen umgesetzt, und 2023 steht die Einführung einer Gehzeit.Karte auf dem Programm. In Zwettl hat man neue Rollerabstellanlagen installiert, um das ungeordnete Abstellen von Tretrollern vor Bildungseinrichtungen zu verhindern. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Ansatzes, um die Mobilität der Bürger zu verbessern und sicherere Bedingungen für den Fußverkehr zu schaffen.
Ein weiteres spannendes Projekt kommt aus Echsenbach: Hier ist für 2023 eine Mobilitätsschule für Kinder der 4. Klasse Volksschule geplant. Ziel ist es, den Schülern Selbstständigkeit und den sicheren Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln näherzubringen. Solche Initiativen sind besonders wichtig, um die nächste Generation für ein aktives und umweltfreundliches Mobilitätsverhalten zu sensibilisieren.
Bundesweite Fußverkehrsstrategie
Auf einer breiteren Ebene hat das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Februar 2025 eine Fußverkehrsstrategie veröffentlicht. Diese Strategie hat das Ziel, das Zufußgehen als gleichberechtigte Mobilitätsform zu stärken und die Lebensqualität in Städten und Gemeinden zu steigern. Zudem sollen Gesundheit, lokale Wirtschaft und Klima- sowie Umweltschutz gefördert werden. Die Strategie sieht auch gesetzliche Anpassungen vor, einschließlich der Novellierung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), um den Fußverkehr insgesamt zu verbessern.
Ein zentrales Anliegen ist die Vision Zero, die darauf abzielt, die Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu reduzieren. Auch der Aspekt der sozialen Teilhabe und Inklusion wird hervorgehoben, indem sichere und barrierefreie Fußwege geschaffen werden sollen. Die Förderung von Maßnahmen zur Digitalisierung und Verkehrssicherheit gehört ebenfalls zu den Zielen der Strategie, um den Fußverkehr in Deutschland nachhaltig zu stärken.
Mit diesen Projekten und Strategien steht der Bezirk Zwettl nicht allein da. Er ist Teil eines landesweiten Trends, der das Zufußgehen in den Fokus rückt und die Lebensqualität der Bürger nachhaltig verbessert. Der Aktionstag am 27. April ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass Bewegung im Alltag nicht nur gesund, sondern auch umweltfreundlich ist.