Am 12. Juni 2026 fand in Zwettl die „Lange Nacht der Wirtschaft“ statt, organisiert von der Bezirksstelle Zwettl der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). Ziel dieser Veranstaltung war es, die regionale Wirtschaft zu stärken – und das auf eine ganz besondere Art und Weise: Durch Austausch, Information und Kooperationen. Bezirksstellenobfrau Anne Blauensteiner machte deutlich, wie wichtig der persönliche Kontakt für die Betriebe ist. Die Veranstaltung diente als zentrale Anlaufstelle für Unternehmer, egal ob sie gerade gründen oder vor der Betriebsübergabe stehen.

Ein Highlight der Veranstaltung war das Expertensymposium „Nachfolge 2026+“, welches sich mit der Betriebsnachfolge auseinandersetzte. Es wurde über die Vorbereitung und die Erfolgsfaktoren für eine reibungslose Übergabe diskutiert. Unternehmer berichteten von ihren Erfahrungen – und das machte deutlich, dass eine Übergabe oft ein langfristiger Prozess ist, der gut durchdacht sein will. Gleichzeitig gab es auch innovative Ansätze: Die Initiative „IMPULS! Leerstand sucht Ideen“ unterstützt kreative Geschäftsideen in der Innenstadt von Zwettl. Hierbei werden Mietkostenzuschüsse sowie Beratungs- und Marketingangebote bereitgestellt.

Ehrungen für unternehmerische Verdienste

Ein weiterer emotionaler Moment war die Ehrung von acht Unternehmern, die für ihre zehnjährige erfolgreiche Unternehmensführung ausgezeichnet wurden. Blauensteiner würdigte das Durchhaltevermögen und den unternehmerischen Weitblick der Geehrten. Solche Anerkennungen sind wichtig – sie motivieren und zeigen, dass harte Arbeit nicht unbemerkt bleibt. Das alles geschah im Rahmen einer Veranstaltung, die sich als wichtige Plattform für Information, Beratung und Vernetzung etabliert hat.

Die „Lange Nacht der Wirtschaft“ stärkt nicht nur den Zusammenhalt, sondern schafft auch Perspektiven für die wirtschaftliche Zukunft der Region. Durch Formate wie „WKO vor Ort“, bei denen Betriebsbesichtigungen bei regionalen Unternehmen stattfinden, und das neu eingeführte „Topf sucht Deckel“, das über 100 Teilnehmer zur Knüpfung von Geschäftskontakten anlockte, wird der Austausch gezielt gefördert. Und das ist wichtig, denn gerade in Zeiten des Wandels ist es entscheidend, Netzwerke zu bilden und Synergien zu nutzen.

Regionale Förderung: Ein Blick in die Zukunft

Doch nicht nur die „Lange Nacht der Wirtschaft“ bringt frischen Wind in die regionale Wirtschaft. Ab dem 1. Januar 2026 tritt eine Neuaufstellung der GRW-Förderung in Kraft, die von den Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen sowie den Ländern gemeinsam beschlossen wurde. Hier stehen etwa 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung, um die regionale Förderung zu vereinfachen und effektiver zu gestalten. Ein klarer Fokus wird auf die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen gelegt, insbesondere in Regionen mit Bevölkerungsrückgang.

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Mit der neuen Regelung werden Ausbildungsplätze doppelt angerechnet und Unternehmen, die ihre Produktivität steigern, werden ebenfalls gefördert – und das ohne zusätzliche Arbeitsplätze schaffen zu müssen. Solche Maßnahmen sind unerlässlich, um die Wirtschaft in ländlichen Gebieten zu stärken und Arbeitsplätze langfristig zu sichern. In den letzten Jahrzehnten haben Bund und Länder bereits 82 Milliarden Euro in die GRW investiert, was zur Schaffung von fast 4,9 Millionen Arbeitsplätzen geführt hat. Das ist eine Zahl, die beeindruckt und die Wichtigkeit dieser Förderungen unterstreicht.

Die „Lange Nacht der Wirtschaft“ in Zwettl hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der persönliche Kontakt und der Austausch zwischen Unternehmern sind. Die Zukunft der regionalen Wirtschaft sieht vielversprechend aus, und die Initiativen, die in Zwettl ins Leben gerufen werden, sind ein klarer Beweis dafür, dass es immer einen Weg gibt, die Herausforderungen anzunehmen und zu wachsen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung und den Förderungen finden Sie in dem Artikel von MeinBezirk.

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