In Zwettl, am Freitag, haben sich die Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge der Wirtschafts.Akademie.Zwettl in speziellen Workshops zusammengefunden, die ganz auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten waren. Die Workshops wurden geschlechtergetrennt angeboten, was in der heutigen Zeit, in der es um Identität und persönliche Entwicklung geht, eine interessante Herangehensweise ist. Bei den Mädchen stand der Workshop „Der starke Auftritt“ auf dem Programm, der von Beatrix Neundlinger und Martina Kainz geleitet wurde. Über drei Stunden lang konnten die Teilnehmerinnen sich mit Themen wie Sicherheit beim Sprechen vor Gruppen, selbstbewusstem Auftreten und dem Setzen persönlicher Grenzen auseinandersetzen. Besonders spannend waren die Übungen zum „Nein-Sagen“, die nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch vermittelt wurden.

Die Burschen der 4ABK nahmen hingegen an dem Workshop „Verantwortung, Respekt – Orientierung für Burschen“ teil, der von Jakob Allinger und Simon Stiftigner von CoBros geleitet wurde. Hier wurden moderne Männerbilder diskutiert, und es ging um wichtige Themen wie Verantwortung und Respekt. Die Reflexion über ein zeitgemäßes Rollenverständnis spielte ebenso eine zentrale Rolle. Die Direktorin Martina Dorfinger unterstrich die Bedeutung dieser Workshops für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler. Sie sind essenziell für die Stärkung von Selbstbewusstsein, sozialer Kompetenz und Selbstfürsorge. Das Ziel ist klar: Die Jugendlichen sollen bestärkt werden, ihren Lebensweg selbstbewusst und kompetent zu gestalten. Unterstützt werden diese Initiativen vom OeAD, was die Wichtigkeit dieser Programme unterstreicht.

Vielfältige Themen und kreative Ansätze

Das Angebot der Workshops zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich mit relevanten Themen auseinandersetzen. Oft werden diese Fragen im regulären Unterricht nicht oder nur unzureichend behandelt. Das erinnert stark an theaterpädagogische Workshops wie „GeschlechterRolleMensch“, die für Schüler ab Jahrgang 6 angeboten werden. Hier geht es nicht nur um Geschlechterrollen, sondern auch um Themen wie Coming Out und Homosexuellenfeindlichkeit. Die Workshops dauern vier Stunden und werden von drei Theaterpädagoginnen geleitet. Was passiert dort? Schülerinnen entwickeln eigene Szenen, führen diese auf und haben die Möglichkeit, ihre Fragen in einem geschützten Raum zu klären. Theater wird hier als ästhetischer Gestaltungsraum genutzt, um Verständnis und Respekt zu fördern.

Der interaktive Ansatz hat sich bewährt. Positive Rückmeldungen von Lehrkräften zeigen, dass die Schüler*innen Freude und Engagement zeigen. Das Resultat ist nicht nur eine Verbesserung des Selbstwertgefühls, sondern auch ein besseres Klassenklima, in dem Vorurteile abgebaut werden können. Es ist faszinierend, wie kreative Auseinandersetzungen mit Identität und Geschlecht so viel bewirken können.

Die Kombination aus Workshops zur Persönlichkeitsentwicklung in der Wirtschafts.Akademie.Zwettl und den theaterpädagogischen Angeboten zeigt, wie wichtig es ist, dass Schulen Räume schaffen, in denen junge Menschen ihre Identität erforschen und stärken können – und das auf eine Art und Weise, die sowohl ernsthaft als auch kreativ ist. Das lässt hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft weitergeführt werden, um den Anforderungen einer sich ständig verändernden Welt gerecht zu werden. Eine spannende Zeit für die Jugendlichen in Zwettl!

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