In Braunau, einer Stadt, die nicht nur für ihre historische Bedeutung bekannt ist, sondern auch für ihre lebendige Wirtschaft, wurde vor kurzem ein beeindruckendes Ereignis gefeiert. Erich Wiesner, der Eigentümer und Geschäftsführer von Wiehag, erhielt im Linzer Brucknerhaus den renommierten Pegasus-Wirtschaftspreis 2026. Und das nicht ohne Grund: Die Auszeichnung würdigt sein unternehmerisches Lebenswerk und die maßgebliche Prägung des Ingenieur-Holzbaus. Mit 67 Jahren kann Wiesner auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken, die das Holzbauunternehmen aus Altheim zu einem internationalen Vorreiter im Bereich des modernen Holzbaus gemacht hat.

Die Wurzeln von Wiehag reichen bis ins Jahr 1849 zurück, und unter Wiesners Führung hat sich das Familienunternehmen zu einem bedeutenden Player entwickelt. Holzhochhäuser, Universitätsgebäude und Firmenzentralen – die Liste der realisierten Großprojekte ist lang. Renommierte Architekten wie Norman Foster haben mit Wiehag zusammengearbeitet, was die Innovationskraft und die hohe Qualität der Projekte unterstreicht. Wiesner hat nicht nur die Firma erfolgreich geleitet, sondern auch dazu beigetragen, Holz als nachhaltige Alternative zu Stahl und Beton im Bauwesen zu etablieren. Im Herbst wird er die Unternehmensführung an seinen Sohn Valentin übergeben, und damit geht eine Ära zu Ende. Das Unternehmen beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und erwirtschaftet eine Betriebsleistung von etwa 135 Millionen Euro.

Ein Pionier des Holzbaus

Erich Wiesners Einfluss auf den Ingenieurholzbau ist nicht zu unterschätzen. Er hat Wiehag von einem regionalen Familienunternehmen zu einem international anerkannten Pionier des modernen Holzbaus entwickelt. Unter seiner Leitung entstanden weltweit wegweisende Projekte im Bereich nachhaltiges Bauen, und Wiehag setzt neue Maßstäbe in architektonischer, technologischer und klimagerechter Hinsicht. Diese Erfolge sind eng mit seiner Verbundenheit zur Region Oberösterreich verknüpft. Wiesner hat erheblich in den Wiehag Campus in Altheim investiert, der mittlerweile zu einem Zentrum für Holzbaukompetenz geworden ist.

In einer Zeit, in der der Ingenieurholzbau für die Bauwende und die Holzbauinitiative der Bundesregierung von großer Bedeutung ist, zeigt Wiesners Arbeit, wie Holz und nachwachsende Rohstoffe im Bauwesen gestärkt werden können. Schließlich verbindet der Ingenieurholzbau Klimaschutz, Ressourceneffizienz und hohe Bauqualität – Aspekte, die in der heutigen Zeit immer mehr an Relevanz gewinnen. Und das ist auch eine Herausforderung: Ingenieure müssen komplexe Normen und Regelwerke beachten, während sie gleichzeitig die Sicherheit und Dauerhaftigkeit der Bauwerke im Blick haben.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zukunft des Holzbaus sieht vielversprechend aus. Ingenieurholzbau kann den CO2-Ausstoß erheblich verringern und schafft zahlreiche Arbeitsplätze. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten und mögliche Rohstoffverknappungen zu bewältigen. Innovative Ansätze, wie KI-gestützte Verfahren, werden die Arbeitsprozesse in der Branche unterstützen – die Verantwortung bleibt jedoch bei den Ingenieuren. Weiterbildung und Forschung sind entscheidend, um die Holzbaukompetenz zu fördern. Ein berufsbegleitender Lehrgang „Ingenieurholzbau“ an der Universität Kassel, der im September 2026 startet, ist ein Beispiel dafür, wie wichtig diese Themen in der heutigen Zeit sind.

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Erich Wiesner hat mit seinem Lebenswerk nicht nur die Bauindustrie geprägt, sondern auch ein starkes Fundament für die nächste Generation gelegt. Mit seinem Sohn Valentin an der Spitze wird Wiehag weiterhin eine Schlüsselrolle im Ingenieurholzbau spielen und die nachhaltige Bauweise vorantreiben. Das ist nicht nur für die Region Oberösterreich, sondern für die gesamte Branche von großer Bedeutung.

Wer mehr über Wiesners beeindruckende Karriere und die Zukunft des Ingenieurholzbaus erfahren möchte, kann sich auf der Website von Wiehag informieren: Hier klicken.