Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, wurde Alois Hofer, der langjährige Betriebsratsvorsitzende aus Hinzenbach, im Steinernen Saal des Linzer Landhauses mit der Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Landeshauptmann Thomas Stelzer überreichte die Medaille und würdigte damit Hofers jahrzehntelanges Engagement für die Interessen der Beschäftigten, insbesondere bei den Donaukraftwerken/Verbund Hydro in Aschach. Über 32 Jahre setzte sich Hofer unermüdlich für faire Arbeitsbedingungen und die Sicherung von Arbeitsplätzen ein. Er begleitete den Energiesektor durch bedeutende Veränderungen, darunter die Liberalisierung des Strommarktes und die Privatisierung der Donaukraftwerke.

Sein Einsatz erstreckte sich nicht nur auf die betrieblichen Belange. Hofer war auch aktiv in der Gewerkschaft PRO GE, wo er im Bezirks- und Landesvorstand sowie im Branchenausschuss der Elektroversorgungsunternehmen tätig war. Dort brachte er seine Erfahrung in Kollektivvertragsverhandlungen ein. Darüber hinaus engagierte sich Hofer auch in seiner Heimatgemeinde Hinzenbach für soziale und gesellschaftliche Anliegen. Diese Auszeichnung ist eine verdiente Anerkennung seines unermüdlichen Schaffens und seines Bestrebens, den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Die Verdienstmedaille würdigt somit nicht nur seine persönlichen Leistungen, sondern auch den positiven Einfluss, den er auf die Gesellschaft hatte. (Quelle)

Hintergrund zur Verdienstmedaille

Die Verdienstmedaille, die Hofer erhielt, ist die niedrigste Auszeichnung im Rahmen des Ehrenzeichengesetzes der Oberösterreichischen Landesregierung, das am 16. Dezember 1982 erlassen wurde. Es regelt die Vergabe von Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Oberösterreich und umfasst insgesamt sieben Stufen. Die Medaille wird für hervorragende Leistungen durch öffentliches oder privates Wirken verliehen, die das Ansehen und Wohl des Landes fördern. Auch wenn es sich um die niedrigste Auszeichnung handelt, ist sie dennoch ein Zeichen der Wertschätzung für Menschen, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft einsetzen.

Die Nominierungen für die Auszeichnung erfolgen durch Anregungen bei der Bezirksverwaltungsbehörde oder der Landesregierung, je nach Wohnsitz der Person. So wird sichergestellt, dass die Ehrenzeichen entsprechend der Verdienste und Leistungen vergeben werden. Die rechtlichen Grundlagen sind im Oberösterreichischen Ehrenzeichengesetz festgelegt, das auch die Möglichkeit zur Aberkennung von Auszeichnungen einführt, um den aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. (Quelle)

Gesellschaftliche Bedeutung

Die Bedeutung solcher Auszeichnungen geht über die persönliche Anerkennung hinaus. Sie reflektieren das Engagement der Menschen, die in ihrer Gemeinde wirken und die Gesellschaft aktiv mitgestalten. Der Oö. Landtag hat mit dem Oö. Auszeichnungsänderungsgesetz, das am 14. Juni 2012 beschlossen wurde, auch auf aktuelle gesellschaftliche Bedürfnisse reagiert. Durch die Einführung von gendergerechten Formulierungen und Regelungen zur Aberkennung von Auszeichnungen wird ein Zeichen gesetzt, dass Ehrungen sowohl eine persönliche als auch eine gesellschaftliche Verantwortung mit sich bringen. Diese Neuregelungen sind wichtig, um die Integrität und den Respekt gegenüber den Auszeichnungen zu gewährleisten und sie zeitgemäß zu halten. In Oberösterreich wird damit deutlich, dass die Verleihung von Ehrenzeichen ein dynamischer Prozess ist, der sich an den Werten und Normen der Gesellschaft orientiert. (Quelle)

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