Am 11. Mai 2026 geht es in St. Agatha rund! Die Vorbereitungen für ein ganz besonderes Projekt sind in vollem Gange. Im Rahmen der Communale 2026 werden in dieser charmanten Gemeinde gleich 27 Veranstaltungen stattfinden, die sich mit dem Bauernkrieg von 1626 beschäftigen. Ein Highlight ist das kindgerechte Theaterstück „Stefan 26“, das von über 150 Kindern aus verschiedenen Bildungseinrichtungen aufgeführt wird. Die Kinder werden die Geschichte der Bauernprobleme auf eine unterhaltsame und skurrile Weise auf die Bühne bringen. Das Besondere: Der kriegerische Kontext wird nicht direkt, sondern auf eine Art und Weise inszeniert, die für alle Altersgruppen ansprechend ist.

Norbert Hebertinger, der Initiator des Projekts, hat zusammen mit Bürgermeister Manfred Mühlböck vor drei Jahren die Idee entwickelt. Und nun, kurz vor dem 400. Todestag von Stefan Fadinger, wird dieser Plan Realität. Mit dabei sind Kindergartenkinder, Schüler der Volksschule, Mittelschule und der Musikschule. Das Ziel? Das komplexe Thema für alle verständlich und zeitgemäß zu gestalten. Die Musik spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie wird in die Geschichte integriert und sorgt für ein verbindendes Element zwischen den Darstellern und dem Publikum.

Ein Projekt für die ganze Familie

Das Pädagogen-Team und die Schüler*innen sind von Anfang an in den kreativen Prozess eingebunden. Rupert Hörbst, ein erfahrener Musikvermittler, begleitet das Projekt und sorgt dafür, dass die musikalischen Darbietungen – sei es durch Ensembles oder das Schulorchester der Musikschule – die Aufführung bereichern. Solisten und der Chor setzen mit ihren Stimmen Akzente und kommen aus allen Bildungseinrichtungen der Gemeinde.

Ein besonders spannender Aspekt ist die Überlegung, „Stefan 26“ als bleibende Konstante im Unterricht zu etablieren. Es gibt also Pläne, das Stück nicht nur einmalig aufzuführen, sondern es ins Curriculum einzubinden. Besonders bemerkenswert: Am Freitag, den 29. Mai, findet die Schülervorstellung des Stücks um 9 Uhr statt, bei der über 300 Kinder angemeldet sind. Und das ist noch nicht alles! Am Samstag, dem 30. Mai, gibt es ein Konzert für die ganze Familie um 18 Uhr. Das wird ein Fest!

Stefan Fadinger und seine Bedeutung

Doch wer war dieser Stefan Fadinger, der nun im Mittelpunkt dieses Projekts steht? Geboren um 1585 in Parz, war Fadinger Bauer und Oberhauptmann der aufständischen Bauern im Traun- und Hausruckviertel während des oberösterreichischen Bauernkriegs. Er übernahm 1616 den Landwirtschaftsbetrieb seines Vaters und hatte zwei Söhne. Der Aufstand, den er mit seinem Schwager plante, hatte seine Wurzeln in Unruhen, die durch die Einsetzung eines katholischen Pfarrers ausgelöst wurden. Bei einer Wirtshausrauferei, bei der einige bayerische Soldaten starben, begann am 22. Mai 1626 der Aufstand, dem Fadinger als Oberhauptmann vorstand.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Er konnte während seiner Führung mehrere Städte besetzen, doch seine militärischen Fähigkeiten waren begrenzt. Am 28. Juni 1626 wurde er schwer verwundet und starb am 5. Juli an einer Blutvergiftung. Nach seinem Tod übernahm sein Schwager die Führung der Aufständischen, jedoch ohne nennenswerte Erfolge. Fadinger gilt als zentrale Figur der oberösterreichischen Landesgeschichte und wird bis heute geehrt. Gedenkstätten und Objekte, wie das Stefan-Fadinger-Museum in St. Agatha und Straßen, die nach ihm benannt sind, erinnern an seinen Einfluss. Im Gemeindewappen von St. Agatha ist sogar das Siegel Fadingers abgebildet.

Die Vorfreude auf das Theaterstück und die Veranstaltungen rund um die Communale 2026 ist riesig. Die Kinder, die Lehrer und die gesamte Gemeinde sind aufgeregt, dieses bedeutende Kapitel der Geschichte lebendig werden zu lassen. Es wird spannend zu sehen, wie die kleinen Schauspieler die komplexe Geschichte des Bauernkriegs auf ihre Weise interpretieren und dabei ganz viel Freude verbreiten!