In Eferding gibt es einen ganz besonderen jungen Mann, der die Straßen mit seinen Laufschuhen unsicher macht. Enis Dakaj, 19 Jahre alt und Werkzeugbautechniker aus Grieskirchen, läuft nicht einfach nur zum Spaß – er läuft mit einem Ziel. Neben seinem Vollzeitjob schafft er es, bis zu 250 Kilometer pro Woche zurückzulegen. Das ist einfach Wahnsinn! Man fragt sich, wie er das alles unter einen Hut bekommt. Und ja, sein Wecker klingelte früher um 3 Uhr morgens, damit er vor der Arbeit trainieren konnte. Der aktuelle Wochenablauf bringt es nun auf 170 bis über 250 Kilometer, zuzüglich Rad- und Krafteinheiten. Wie viel Energie hat dieser Typ nur?
Die Leidenschaft für das Laufen entdeckte Enis während der Corona-Pandemie. Zuvor war er ein begeisterter Fußballspieler, und was ihn antrieb? Eine interne Kilometer-Tabelle, die ihn motivierte, immer weiter zu laufen. Von anfänglichen 7 Kilometern hat er sich inzwischen zu Marathons und Ultramarathons hochgearbeitet. Sein bisheriger Rekord? Unglaubliche 53 Kilometer am Stück im Kosovo. Wenn das nicht beeindruckend ist, dann weiß ich auch nicht! Enis hat große Träume und will sich auf ein Laufprojekt quer durch Österreich vorbereiten, auch wenn der konkrete Zeitraum dafür noch nicht feststeht.
Ein Vorbild für die Jugend
Sein Ziel ist es, der fitteste Mensch seiner Altersklasse im Bundesland zu werden. Dabei möchte er auch andere motivieren und ein Vorbild für die Jugend sein. Alkohol und Partys sind für ihn kein Teil des Lebensstils – seine strenge Routine erfordert Opfer, doch seine Familie und Freunde stehen hinter ihm. Das ist wichtig, denn so eine Disziplin kann manchmal ganz schön einsam machen.
Doch es geht nicht nur um die körperliche Fitness. Mentales Training ist für Athleten wie Enis eine essenzielle Komponente. Viele erfolgreiche Sportler, darunter Größen wie Serena Williams und Roger Federer, nutzen Mentaltechniken, um ihre Willenskraft zu stärken. Studien zeigen sogar, dass mentale Stärke zu 50 % über den Erfolg entscheidet. Gedanken beeinflussen Gefühle, Handlungen und Wahrnehmungen. Da ist etwas Wahres dran: „Was wir denken, werden wir“, sagte einst Buddha. Das ist ein kleiner, aber feiner Hinweis darauf, wie wichtig der Kopf beim Sport ist.
Die Kraft des Geistes
Mentales Training hilft Läufern, ihren inneren Dialog zu steuern – und dieser innere Dialog ist oft von Kindheitserfahrungen geprägt. Techniken wie Visualisierung des gewünschten Ergebnisses oder das Setzen realistischer Ziele können Wunder wirken. Enis könnte also auch davon profitieren, seinen Fokus zu schärfen und mit positiven Glaubenssätzen zu arbeiten. Vielleicht könnten Atemtechniken zur Entspannung und Meditation in seine Routine integriert werden. Das sind alles wertvolle Werkzeuge, die das Training nicht nur effektiver, sondern auch erfreulicher machen können.
Die Bedeutung einer starken mentalen Einstellung wird in der Forschung zur sportpsychologischen Entwicklung immer deutlicher. Es ist wichtig, dass Athleten wie Enis nicht nur physisch, sondern auch psychisch gut vorbereitet sind. Faktoren wie individuelles Potenzial, das soziale Umfeld und die Unterstützung durch Trainer und Sportpsychologen spielen eine entscheidende Rolle. Denn in der Welt des Leistungssports ist die richtige mentale Einstellung oft der Schlüssel zum Erfolg.
Also, während Enis seine Kilometer sammelt und sich auf seine Herausforderungen vorbereitet, bleibt zu hoffen, dass er nicht nur durch seine physische Leistung, sondern auch durch mentale Stärke inspiriert. Seine Geschichte ist ein Beispiel dafür, wie man mit Hingabe und Disziplin nicht nur sich selbst, sondern auch andere motivieren kann. Und wer weiß, vielleicht läuft er eines Tages durch ganz Österreich und zieht viele mit seiner Leidenschaft für das Laufen in seinen Bann.