Heute ist der 1.06.2026. Traurige Nachrichten erreichen uns aus Natternbach: Hermann Obernhumer, der Altbürgermeister der Marktgemeinde, ist am 20. Mai 2026 im Alter von 88 Jahren verstorben. Ein Leben voller Engagement und Hingabe für seine Gemeinde fand damit ein Ende. Obernhumer war nicht nur Ehrenbürger, sondern auch ein Träger des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich, was seine Verdienste um die Region unterstreicht.
Der gebürtige Natternbacher kam am 9. August 1938 am „Sepperlgut“ in Hörmating zur Welt. Seine politische Karriere begann 1973, als er in den Gemeinderat eintrat. Fast drei Jahrzehnte lang – bis 2002 – prägte er die Geschicke seiner Gemeinde maßgeblich. Besonders in Erinnerung bleibt sein Amtsantritt als Bürgermeister am 18. Dezember 1987, als er nach dem altersbedingten Rücktritt von Franz Lindner die Verantwortung übernahm. Ganze 15 Jahre lang führte er die Geschicke Natternbachs, bevor er 2002 von seinem Posten zurücktrat.
Ein Vermächtnis voller Projekte
Obernhumer hinterlässt ein bemerkenswertes Erbe. Unter seiner Führung wurden zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die die Infrastruktur der Gemeinde nachhaltig verbesserten. Dazu zählt der flächendeckende Ausbau des Kanalnetzes für die Abwasserentsorgung in allen 40 Ortschaften, mit einer Investition von stolzen 13,8 Millionen Euro. Auch der Ausbau des Gemeindestraßen- und Güterwegenetzes sowie die Schaffung eines Gewerbegebiets am Moosbachweg waren wesentliche Punkte seiner Amtszeit.
Die Ansiedlung von Wohnanlagen am Wiesenweg in Zusammenarbeit mit der ISG Ried im Innkreis und der Neubau des Feuerwehrhauses Tal sind weitere Highlights seiner Initiative. Obernhumer kümmerte sich auch um die lokale Kultur: Die Musikschule wurde neu errichtet und der Gemeindebauhof sowie die Sportanlage ausgebaut. Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einführung von Straßennamen und die Neunummerierung in den Außenortschaften, die seine Aufmerksamkeit für die Details der Gemeindeentwicklung zeigt.
Ein Abschied von großer Bedeutung
Am 30. Mai 2026 fand die Trauerfeier für Hermann Obernhumer statt, und die große Trauergemeinde, darunter Bürgermeisterin Nadine Humberger und Altlandeshauptmann Josef Pühringer, zeigte, wie sehr er geschätzt wurde. Seine Verdienste wurden nicht nur durch Ehrungen wie das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich gewürdigt, sondern auch durch die Liebe und den Respekt, den ihm die Bürger entgegenbrachten.
Er war nicht nur ein Politiker, sondern auch ein Mensch, der sich mit Herz und Seele für die Belange seiner Mitbürger einsetzte. Auch als Kommandant der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr war er aktiv und übte zahlreiche Vorstands- und Obmannfunktionen aus. Sein unermüdlicher Einsatz bleibt unvergessen.
Obernhumers Visionen für Natternbach sind nun ein Teil der Geschichte dieser Gemeinde. Am 9. Dezember 2002 wurde Natternbach durch einen Beschluss der Oö. Landesregierung zur Marktgemeinde erhoben – ein bedeutender Moment, der nicht zuletzt auf seine Initiative zurückgeht. Seine Spuren werden noch lange in den Herzen der Menschen und den Straßen Natternbachs sichtbar bleiben.
Für weitere Informationen über das Leben und die Verdienste von Hermann Obernhumer lesen Sie auch die vollständige Nachricht auf meinbezirk.at.
