Heute, am 30. Mai 2026, blicken wir in Freistadt auf die faszinierende Welt der Fotografie und die beeindruckende Geschichte von Happy Foto. In der neuesten Episode von „Waldis Menschen“ treffen sich Reinhard Waldenberger und Bernhard Kittel, der Gründer von Happy Foto. Mit rund einer halben Million Kunden hat sich das Unternehmen als größter Fotobuchproduzent in Österreich etabliert. Die Erfolgsgeschichte begann 1978 als Einmannbetrieb, und heute ist Happy Foto der Marktführer für personalisierte Fotoprodukte im Land.
Das Konzept ist einfach und doch genial: Kunden können ihre Lieblingsfotos über das Internet einreichen, die dann professionell entwickelt und als wunderschöne Fotobücher zurückgeschickt werden. Diese innovative Herangehensweise hat das Unternehmen in der digitalen Ära nicht nur über Wasser gehalten, sondern regelrecht zum Blühen gebracht. Kittel, der von einem Fotografen und Jäger namens Bertl Handlbauer zur Fotografie inspiriert wurde, hat eine spannende Karriere hinter sich. Nach seiner Ausbildung bei der Firma Lackner betrieb er sogar fünf Fotostudios.
Vom Einmannbetrieb zum Familienunternehmen
Die Umstellung auf digitale Fotografie war ein entscheidender Schritt für Happy Foto, nachdem das ursprüngliche Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig war. Kittel hat vor zwei Jahren die Geschäftsleitung an seine Tochter Marlene übergeben, die frischen Wind in die Firma gebracht hat, indem sie die IT modernisierte. Diese Übergabe zeigt, wie wichtig es ist, sich an verändernde Zeiten anzupassen. Kittel selbst hat nicht nur in der Fotografie, sondern auch in seinem Leben einige Abenteuer erlebt. Er hat 99 Länder bereist und über 1000 Tauchgänge absolviert – das klingt nach einer Menge Geschichten, die er erzählen könnte!
Ein besonders denkwürdiger Moment war sein Vorfall im Sudan, bei dem er aufgrund eines Computerfehlers zu früh an einem Ort erschien. Da fragt man sich schon, ob er ein bisschen Glück gehabt hat! Und nicht zu vergessen, bei einer ORF-Fernsehgala erhielt er ein Kompliment von Bud Spencer für sein Geschäftsmodell – das ist doch mal ein Ritterschlag!
Ein Blick in die Zukunft der Fotografie
Die Fotografie ist nicht nur ein Beruf für Kittel, sondern auch eine Leidenschaft. Er hat die Schule nach der 5. Klasse abgebrochen, aber sich mit 51 Jahren die Matura nachgeholt und sogar einen MBA gemacht. Das zeigt, dass es nie zu spät ist, seine Träume zu verwirklichen. Und wer weiß, vielleicht inspiriert seine Geschichte auch andere, ihren eigenen Weg in der kreativen Branche zu finden.
In diesem Zusammenhang ist die LIK Akademie für Foto und Design eine spannende Bildungseinrichtung, die 1987 gegründet wurde. Sie bietet strukturierte Diplomlehrgänge an, die sich über zwei Semester erstrecken und Kompetenzen in Bereichen wie Bildgestaltung, professionelle Bildbearbeitung und digitales Marketing vermitteln. So können Interessierte nicht nur ihre Fähigkeiten im Bereich Fotografie und Mediendesign erweitern, sondern auch flexible Ausbildungsmodelle wählen – sei es berufsbegleitend oder in Vollzeit.
Die LIK Akademie ist auch wien-cert und Ö-Cert zertifiziert, was bedeutet, dass Teilnehmer*innen finanzielle Unterstützung beantragen können, abhängig von individuellen Voraussetzungen. Wer sich für kreative Berufe interessiert, hat hier die Chance, etwas Großartiges zu lernen – und vielleicht wird der nächste große Fotograf oder Designer ja direkt hier aus Freistadt kommen!
