In Freistadt hat sich kürzlich ein spannender Generationswechsel vollzogen. Der Verband Mühlviertler Alm steht nun unter der Leitung von Andreas Derntl, der die Obmann-Funktion von Johann Holzmann übernommen hat. Holzmann, der seit 2010 aktiv im Regionalverband war und 2014 die Obmannschaft übernahm, hat in seiner Amtszeit einige bedeutende Projekte angestoßen, darunter das Wirtschaftsimpulszentrum Königswiesen und die Gemeinschaftsstiftung Mühlviertel. In einer bewegenden Übergabe würdigte Holzmann die Verdienste seines Vorgängers, Ehrenobmann Johann Gradl, und wurde von der Vollversammlung zum Ehrenobmann ernannt.

Der neue Obmann, Andreas Derntl, ist 36 Jahre alt und seit 2019 Bürgermeister von St. Leonhard. Er wurde einstimmig gewählt und betont, dass der Zusammenhalt in der Region eine entscheidende Stärke darstellt. Der Vorstand, der aus 26 Personen mit vielfältiger Erfahrung besteht, ist bemerkenswert zusammengesetzt: Jede der zehn Mitgliedsgemeinden ist mit mindestens zwei Personen vertreten. Das zeigt, wie wichtig die regionale Mitgestaltung ist.

Herausforderungen und Ziele des neuen Vorstands

Mit dem Wechsel an der Spitze stehen für den neuen Vorstand einige Herausforderungen an. Veränderungen bei den europäischen Förderprogrammen und steigende Anforderungen an die Regionalentwicklung sind nur einige der Themen, die es zu bewältigen gilt. Ein klares Ziel ist die Stärkung der regionalen Identität der Mühlviertler Alm. In der aktuellen Leader-Periode 2023 bis 2027 wurden bereits 28 regionale Projekte mit einer durchschnittlichen Förderung von 40.000 Euro bewilligt, von denen 76 % der Mittel bereits ausgeschöpft sind.

Einige Vorstandsmitglieder haben ihre Funktionen niedergelegt, darunter Hölzl, Haunschmied und Hinterreiter, die nun Ehrenmitgliedschaften erhalten haben. Diese Veränderungen verdeutlichen den dynamischen Charakter des Verbands und die Bereitschaft, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

Die Rolle der EU in der Regionalentwicklung

Die EU spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle in der Unterstützung regionaler Initiativen. Mit dem Fokus auf Synergien zwischen verschiedenen Förderprogrammen wird die gezielte Nutzung dieser Mittel für die regionale Entwicklung gefördert. Es geht nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um Lebensqualität, soziale Sicherheit und den Klimawandel. Die Themen intelligente Spezialisierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung werden immer wichtiger. Durch die Kombination bestehender Stärken mit Innovationspotenzialen sollen Strukturwandel und Wettbewerbsvorteile geschaffen werden.

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Die EU hat die „Smart Specialisation Platform“ ins Leben gerufen, um Innovationsstrategien zu unterstützen und den digitalen Wandel zu fördern. Regionale Entwicklungsstrategien müssen an individuelle Situationen und ökologische Risiken angepasst werden. Dabei ist die Partizipation von Verbänden, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Behörden, Wissenschaft und Politik von zentraler Bedeutung.

Insgesamt zeigt sich, dass der Verband Mühlviertler Alm mit neuen Ideen und einem verjüngten Vorstand bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und die Region aktiv zu gestalten. Die Verknüpfung von Förderprogrammen durch die EU wird dabei helfen, die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung zu stellen. Bleibt zu hoffen, dass die neuen Projekte und Strategien nicht nur die wirtschaftliche Seite, sondern auch das soziale und ökologische Gleichgewicht in der Mühlviertler Alm stärken.