Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 30. und 31. Mai, wurde Oberösterreich von heftigen Unwettern heimgesucht. Die Feuerwehren waren in Alarmbereitschaft und mussten über 1.000 Einsätze bewältigen. Das ist wirklich kein Pappenstiel! Rund 400 Einsätze am Samstag und fast 700 am Sonntag sind eine klare Ansage. Besonders betroffen war der Bezirk Freistadt, wo 31 Feuerwehren insgesamt 56 Einsätze durchführten. Dabei waren die Hauptgründe für das Eingreifen beschädigte Gebäude, blockierte Straßen und umgestürzte Bäume.

Die Verteilung der Einsätze innerhalb des Bezirks zeigt, dass einige Gemeinden stärker betroffen waren als andere. Gutau führte mit neun Einsätzen die Liste an, gefolgt von Kefermarkt und Bad Zell mit jeweils sieben Einsätzen. Auch Lasberg war mit sechs Einsätzen nicht gerade verschont geblieben. Interessanterweise gab es in acht der 27 Bezirksgemeinden keine Einsätze – eine kleine Erleichterung für deren Bewohner.

Einsatzstatistik und regionale Auswirkungen

Laut Markus Vogelhuber vom Landesfeuerwehrkommando war der nördliche Teil Oberösterreichs besonders stark betroffen. Das Unwetter zog über das Innviertel und den Zentralraum in Richtung Freistadt. Die Einsätze pro Gemeinde sind dabei sehr aufschlussreich: In Pierbach, Pregarten, St. Leonhard und St. Oswald mussten jeweils drei Mal die Feuerwehr ausrücken. Schönau, Freistadt, Neumarkt und Tragwein hatten jeweils zwei Einsätze zu verzeichnen. In den Gemeinden Hagenberg, Königswiesen, Waldburg, Liebenau, Rainbach, Grünbach, Weitersfelden war das Einsatzaufkommen jeweils nur ein Mal erforderlich. Komischerweise blieben Sandl, Wartberg, Leopoldschlag und einige andere Gemeinden völlig verschont – was sicherlich auch für deren Bewohner eine willkommene Nachricht war.

Diese heftigen Wetterereignisse sind kein Einzelfall. In Österreich und vielen anderen Teilen der Welt nehmen extreme Naturereignisse zu. Das ist nicht nur beunruhigend, sondern wirft auch Fragen nach der Sicherheit und den Schutzmaßnahmen auf. Die neue nationale Schaden- und Ereignisdatenbank für Naturgefahren, CESARE, die von GeoSphere Austria koordiniert wird, könnte hier eine große Rolle spielen. Ihr Ziel ist es, Schäden und Verluste nach internationalen Kriterien zu analysieren und eine verbesserte Risikoanalyse zu ermöglichen.

CESARE: Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Datenbank wird nach einer Testphase in Niederösterreich und Steiermark nun auf ganz Österreich ausgeweitet. Sie soll helfen, ein umfassendes Bild der durch Naturgefahren verursachten Schäden zu erstellen. Historisch gesehen sammeln verschiedene Organisationen in Österreich seit Jahrzehnten Daten, doch die fehlende einheitliche Erfassung erschwert die Analyse erheblich. Mit CESARE wird nun eine erste einheitliche Datenbank geschaffen, die den Anforderungen von UN und EU entspricht.

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Stefan Kienberger von GeoSphere Austria betont die Notwendigkeit, Daten aus verschiedenen Quellen zu erfassen, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen besser beurteilen zu können. Das alles klingt nach einem echten Fortschritt im Katastrophenrisikomanagement! Mit über 140.000 bereits erfassten Ereignissen wird CESARE bald zu einem unverzichtbaren Werkzeug für die Analyse und das Monitoring von Naturgefahren in Österreich. Und das ist nicht nur für die Feuerwehr und Behörden wichtig, sondern letztlich für alle, die in einem derart gefährdeten Land leben.

Man darf gespannt sein, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche weiteren Erkenntnisse aus der CESARE-Datenbank gezogen werden können. Denn im Angesicht solcher Unwetter ist es wichtig, gut informiert und vorbereitet zu sein. Bleibt zu hoffen, dass wir in Zukunft besser mit den Herausforderungen umgehen können, die uns die Natur so oft stellt.

Mehr Informationen zu den Einsätzen und den aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Artikel auf meinbezirk.at.