In Freistadt tut sich was! Die Stadt plant die Einrichtung eines Waldfriedhofs, der ganz im Zeichen der Natur steht. Die Klosterwald GmbH wird als Betreiber fungieren und hat bereits alle notwendigen Schritte eingeleitet. Der Gemeinderat von Freistadt hat die entsprechenden Beschlüsse gefasst, sodass das Angebot voraussichtlich rund um Allerheiligen 2023 starten kann. Wer also auf der Suche nach einer alternativen Bestattungsform ist, wird hier fündig!

Wald- und Baumbestattungen sind im Mühlviertel bisher eher selten, sodass dieses Projekt für viele eine erfreuliche Neuigkeit darstellt. Der Standort des zukünftigen Klosterwalds befindet sich etwa fünf Minuten nördlich des Stadtzentrums, in unmittelbarer Nähe zur Knödelhütte. Die Zufahrt erfolgt über die Prager Straße, auch nahe dem Vierzehner Treff. Auf einer Fläche von rund fünf Hektar soll dieser besondere Ruheort entstehen.

Ein Ort der Stille und Besinnung

Die Bestattungen im Waldfriedhof sind konfessionsunabhängig, was bedeutet, dass Menschen aller Glaubensrichtungen hier ihren letzten Ruheplatz finden können. Interessierte haben die Möglichkeit, bereits zu Lebzeiten einen Baum als letzte Ruhestätte auszuwählen oder dies im Anlassfall zu tun. Es dürfen ausschließlich Urnenbestattungen vorgenommen werden, wobei die Urne am vorgesehenen Baum beigesetzt wird. Verabschiedungsfeiern sind auf einer Lichtung mit einem Andachtsplatz möglich – ein schöner, naturnaher Rahmen für den letzten Abschied.

Der Waldfriedhof wird bewusst schlicht gehalten, ohne mauerartige Abgrenzungen oder Zäune. Stattdessen gibt es natürliche Aufbahrungsmöglichkeiten und schlichte Holzbänke. Angehörige werden gebeten, auf Grabschmuck zu verzichten; die Bäume sind lediglich mit Nummern und Namenstafeln gekennzeichnet. Kerzen im Wald? Fehlanzeige! Das Konzept fördert eine ruhige, ungestörte Naturatmosphäre.

Ein innovativer Ansatz für Bestattungen

Die Klosterwald GmbH plant, einen gemeindeeigenen Wald für Baumbestattungen zu pachten – das wäre der neunte Standort des Unternehmens in Österreich. Bürgermeister Christian Gratzl von der SPÖ unterstützt den Plan, da die Nachfrage nach alternativen Bestattungsarten wächst. Um das Waldstück nutzen zu können, ist allerdings eine Sonderwidmung als Waldfriedhof erforderlich, die ebenfalls vom Gemeinderat beschlossen werden muss.

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Bezirksförster Martin Speta hat bisher keine Bedenken gegen die Idee geäußert. Die Klosterwald GmbH, einer der größten Anbieter von Naturbestattungsanlagen in Österreich, wird für die Grabpflege und die Aushebung und Schließung der Grabstätten verantwortlich sein. Kunden haben die Möglichkeit, zwischen Gemeinschafts- und Familienbäumen zu wählen, und die Kosten für Gemeinschaftsbäume beginnen bei 790 Euro, während Familienbäume ab 4.900 Euro kosten. Bestattungsplätze für Sternenkinder sind sogar kostenlos!

Das Konzept sieht vor, dass jeder Baum mit einer Namenstafel gekennzeichnet wird und es ein Baumverzeichnis sowie eine Orientierungstafel gibt. Verabschiedungsfeiern können mit oder ohne Seelsorger und individuell gestaltet stattfinden. Das Klosterwald-Team wird sich um die Pflege des Waldes kümmern und fixe Ansprechpartner vor Ort bereitstellen, um die Beisetzungen zu unterstützen.

Ein Waldfriedhof in Freistadt – das klingt nach einer harmonischen Verbindung von Natur und Erinnerungen! Ob die Idee bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt, bleibt abzuwarten. Die Vorfreude auf die Eröffnung ist jedoch spürbar. Mehr Informationen finden sich auch unter diesem Link.

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