Gestern fand im Betriebspark Pernau in Kefermarkt der Wirtschaftsempfang der Wirtschaftskammer Freistadt statt, ein Event, das nicht nur für die Region, sondern auch für die anwesenden Unternehmer ein wichtiger Austausch war. Rund 400 Gäste, darunter Unternehmer und Entscheidungsträger, kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Erfolge der lokalen Wirtschaft zu besprechen. Die Stimmung war vorsichtig optimistisch, was in Zeiten schwankender Märkte durchaus bemerkenswert ist. Christian Naderer, der Obmann der Wirtschaftskammer Freistadt, und Leo Jindrak, Vizepräsident der WKO Oberösterreich, gaben interessante Einblicke in die wirtschaftliche Lage.

Inmitten von angeregten Gesprächen und einem fröhlichen Netzwerk-Umfeld trat der Comedystar Stefan Leonhardsberger, der gebürtige Lasberger, auf. Mit seinem Solo-Programm „Herzklopfen“ brachte er die Zuhörer zum Lachen – eine humorvolle Betrachtung über die Herausforderungen des Lebens als Partner, Heimwerker und Familienvater. Es war eine willkommene Abwechslung zu den ernsten Themen, die sonst im Raum standen. Zudem wurden Einblicke in die Unternehmen Schramm Tech-Trade und Lauritz gegeben, die beide mit innovativen Ansätzen und einem starken Fokus auf Qualität aufwarten.

Die Wirtschaft im Bezirk Freistadt

Die aktuelle Lage der Wirtschaft im Bezirk Freistadt wurde während der Veranstaltung ebenfalls thematisiert. Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,9 Prozent, was im Vergleich zu den 4,9 Prozent in Oberösterreich eine erfreuliche Zahl ist. Freistadt gehört seit Jahren zu den Top 5 Bezirken in Österreich, wenn es um Vollbeschäftigung geht. Mit 4500 gewerblichen Betrieben, die über 11.600 Personen beschäftigen, sieht die Zukunft hier recht rosig aus. Christian Naderer lobte die Stabilität und Krisenfestigkeit der Wirtschaft, was viele Anwesende als positives Zeichen wertschätzten.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der angesprochen wurde, ist die Notwendigkeit von weniger Bürokratie und einer Entlastung des Faktors Arbeit, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Doris Hummer, Präsidentin der WKO Oberösterreich, forderte genau das und betonte gleichzeitig die Leidenschaft, die es braucht, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern. Aktuelle Projekte wie der Lückenschluss der S10 und der Ausbau der Summerauerbahn sind von großer Bedeutung für die Verkehrsinfrastruktur und die Anbindung der Region.

Optimismus trotz Herausforderungen

Während die gesamtwirtschaftliche Lage in Österreich durch schwaches Wachstum und hohe Inflation geprägt ist, bleibt die Stimmung unter den regionalen Betrieben positiv. Trotz der Herausforderungen, wie hohe Energiepreise und Lohnkosten, glauben viele an eine schrittweise Erholung der Wirtschaft. Das Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert für Österreich bis 2026 ein Wachstum von 1,2 Prozent – ein Lichtblick für den Bezirk Freistadt, der von dieser Erholung profitieren könnte.

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Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist die Lehrlingsausbildung. Im Bezirk Freistadt gibt es 265 Unternehmen, die insgesamt 746 Lehrlinge ausbilden. Das zeigt, wie wichtig die Förderung von Fachkräften in der Region ist. Thomas Denk, der neue Leiter der WKO Freistadt, der aus der Region stammt und Erfahrung aus der WKO Linz-Stadt mitbringt, wird diese wichtige Aufgabe in den kommenden Jahren begleiten.

Der Wirtschaftsempfang hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung zwischen Unternehmern und Entscheidungsträgern sind. In einer Zeit, in der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd sind, bleibt die Region Freistadt optimistisch und blickt in eine hoffnungsvolle Zukunft. Die Weichen sind gestellt, und die Unternehmer sind bereit, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

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