Heute ist der 16.06.2026 und in Gmunden wird ein ganz besonderes Kapitel im Leben der Schulwegpolizisten geschrieben. Im Bezirk Gmunden sorgen rund 160 Freiwillige als Schulwegpolizisten dafür, dass die Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen. Besonders im Fokus steht dabei Fritz Hansl, der älteste Schulwegpolizist im Bezirk, der Anfang Juli seinen 88. Geburtstag feiert und mit Ende des Schuljahres aus dem aktiven Dienst ausscheidet. Seit 2013, als er im Alter von 75 Jahren seine Tätigkeit begann, hat er Tausende von Kindern sicher über die Straße begleitet – und das ohne einen einzigen Vorfall. So etwas ist einfach bemerkenswert! Man kann sich nur vorstellen, wie viele fröhliche Gesichter er täglich gesehen hat, vor allem, wenn die Kinder ihn freundlich grüßten. Da lebt man gleich viel mehr auf.

Fritz Hansl, der liebevoll von vielen als „Schülerlotsenopa“ bezeichnet wird, hat in den letzten 13 Jahren eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft gespielt. Im Alter von 88 Jahren sprüht er immer noch vor Lebensfreude und plant nach seinem Rücktritt, sich sportlich und kulturell zu engagieren und die Zeit mit Freunden zu verbringen. Er wird am 7. Juli im Gasthof Grünberg offiziell verabschiedet. Ein Abschied, der sicher mit vielen Erinnerungen und ein paar Tränen verbunden sein wird.

Die Schulwegpolizisten in Gmunden

Die Organisation der Schulwegpolizisten, auch Schülerlotsen genannt, ist ein ganz wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts in Gmunden. Diese Freiwilligen übernehmen die Schulwegsicherung an gefährlichen Querungsstellen in der Nähe von Schulen, seien es Volksschulen oder Neue Mittelschulen. Genauso wichtig wie die Sicherheit ist die ehrenamtliche Betätigung selbst, die nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Helfer eine wertvolle Erfahrung darstellt. Einmal pro Woche wird diese Aufgabe übernommen, und die Schulwegpolizisten leisten nicht nur Begleitung und Betreuung, sondern auch persönliche Hilfe. Das Engagement ist enorm und zeigt, wie wichtig die Gemeinschaft hier ist.

Im Bezirk liegt der Altersdurchschnitt der Schulwegpolizisten bei rund 60 Jahren – etwa 80 Prozent sind bereits in Pension. Neben Hansl gibt es noch drei weitere Schulwegpolizisten, die älter als 85 Jahre sind: Peter Hammerschmid, Johann Schatzl und Manfred Majer. Der Koordinator der Schulwegpolizisten, Reinhard Held, ist seit fast 30 Jahren in dieser Funktion tätig. Er legt großen Wert auf korrekte und verlässliche Arbeit, was in diesem sensiblen Bereich unerlässlich ist. Für die Freiwilligen, die sich dieser Aufgabe widmen, gibt es bestimmte Anforderungen: mindestens 18 Jahre alt, ein Führerschein der Klasse B und ein tadelloser Leumund – schließlich geht es um die Sicherheit der Kinder!

Die Schulwegpolizisten leisten nicht nur einen unermüdlichen Einsatz, sie sind auch ein wichtiger Teil des sozialen Gefüges in Gmunden, wo viele ältere Menschen aktiv in das gesellschaftliche Leben eingebunden sind. Die Themen Frauen, Kinder und Jugendliche, Männer sowie Seniorinnen und Senioren stehen dabei im Mittelpunkt der Organisation. Diese engagierten Bürger zeigen täglich, wie man aufeinander achtet und sich gegenseitig unterstützt. Eine wunderbare Initiative!

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