Fünf Wanderer in den Höllengebirgen gerettet: Eine Lehre für Abenteurer
Heute ist der 20.07.2026 und in Gmunden gibt es spannende Nachrichten aus dem Höllengebirge. Am Samstagabend wurden fünf junge Männer aus Wien im Alter zwischen 19 und 21 Jahren in einer brenzligen Situation gerettet. Die Gruppe hatte, wie so viele Wanderer, Pläne geschmiedet und war voller Vorfreude auf die Höllengebirgsüberschreitung. Doch bekanntlich kommt es oft anders als man denkt.
Die Wanderung begann am Sonntag um 10.30 Uhr, als die fünf Freunde ihr Fahrzeug beim Vorderen Langbathsee parkten und sich in Richtung Hochleckenhaus und Brunnkogel aufmachten. Nach mehreren Stunden des Wanderns bemerkten sie, dass sie vom geplanten Weg abkamen. Die Suche nach Alternativen führte sie schließlich zu einem unmarkierten Steig, dem Hirschlukensteig, der ihnen über eine App angezeigt wurde. Dieser Weg hatte es in sich, leichte Kletterstellen waren nicht zu unterschätzen. Die anfänglichen Schwierigkeiten wurden schnell zu einem ernsthaften Problem, und die Situation verschlechterte sich zunehmend.
Der Notruf und die Rettungsaktion
Gegen 21.45 Uhr war die Erschöpfung so groß, dass die fünf Männer einen Notruf absetzen mussten. Kreislaufprobleme und leichte Unterkühlung machten ihnen zu schaffen, und die Tatsache, dass sie keine Leuchtmittel dabei hatten, machte die Lage noch kritischer. Glücklicherweise waren die Rettungskräfte schnell zur Stelle. Ein Trupp des Bergrettungsdienstes Ebensee und ein Beamter der Alpinpolizei Gmunden stiegen zu den jungen Männern auf und versorgten sie vor Ort. Mit Seilen gesichert, wurden die Männer schließlich gemeinsam ins Tal abgeseilt. Um 2.45 Uhr waren sie wieder sicher bei ihrem Fahrzeug – erschöpft, aber erleichtert.
Ein Blick auf die Wanderung
Es ist nicht ungewöhnlich, sich in den Bergen zu verlaufen. Gerade unmarkierte Wege können schnell zur Falle werden, besonders wenn das Wetter umschlägt oder die Dunkelheit naht. Die Höllengebirge sind zwar ein beliebtes Ziel für Wanderer, doch die Natur kann unberechenbar sein. Daher ist es umso wichtiger, gut vorbereitet zu sein. Eine funktionierende Taschenlampe, ausreichend Wasser und ein aktueller Plan sind unerlässlich. Diese Erfahrung zeigt einmal mehr, wie schnell man in eine Notsituation geraten kann – und wie wichtig es ist, im Notfall die Ruhe zu bewahren und Hilfe zu rufen.
Die Geschichte dieser fünf jungen Männer wird sicherlich als Lehrstück für viele Wanderer dienen. Es ist immer ein bisschen Abenteuer, aber auch eine große Verantwortung, sich in der Natur zu bewegen. Mit einem gesunden Respekt vor den Bergen und einer guten Vorbereitung ist das Wandern ein wunderbares Erlebnis – solange man sicher bleibt.
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