Gmunden, heute ist der 30.06.2026. Die Landwirtschaft in unserer Region ist so vielfältig wie die Menschen, die sie bewirtschaften. Mit Ackerbau, Grünlandwirtschaft und einer bunten Mischung aus Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben zeigt sich ein facettenreiches Bild. Jeder Hof hat seine eigenen Voraussetzungen. Diese Individualität ist das Herzstück unserer Landwirtschaft und macht sie so einzigartig. Gleichzeitig bewirtschaftet der Autor, der mit seiner Familie einen Nebenerwerbsbetrieb führt, Grünland, Wald und hat auch ein paar Pferde – da kommt eine Menge Leidenschaft zusammen.

Kleine und mittlere Betriebe sind von enormer Bedeutung für unsere Kulturlandschaft und die ländliche Versorgung. Es ist wichtig, dass diese Betriebe erhalten bleiben, denn sie sind ein Teil unserer Identität. Eine Herausforderung, die viele Landwirte im Salzkammergut beschäftigt, ist die Besucherlenkung. Der Tourismus boomt, was einerseits gut ist, aber auch Konflikte mit sich bringt. Wenn Wiesen, Wege oder Hofzufahrten nicht respektiert werden, entstehen Spannungen. Hier ist Zusammenarbeit gefragt – zwischen Landwirtschaft, Tourismus und den Gemeinden. Bewusstsein für die Anliegen der Bauern ist dringend notwendig.

Nebenerwerbslandwirtschaft im Aufwind

Und ja, die Nebenerwerbslandwirtschaft gewinnt an Bedeutung! Immer mehr Menschen entscheiden sich, neben ihrem Hauptberuf einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. In Deutschland sind es mittlerweile 54 Prozent der landwirtschaftlichen Familienbetriebe, die als Nebenerwerbsbetriebe gelten (Stand 2023). Das heißt, weniger als die Hälfte des Einkommens stammt aus der Landwirtschaft. Interessant ist, dass es hier Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt – in Hessen und Baden-Württemberg sind es sogar 67 Prozent. Diese Betriebe bewirtschaften rund 18 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland. Es zeigt sich, dass Nebenerwerb oft eng mit dem Strukturwandel in der Landwirtschaft verbunden ist.

Ein Nebenerwerbsbetrieb bringt viele Vorteile mit sich. Das zusätzliche Standbein sorgt für finanzielle Absicherung und mehr Flexibilität. So können Landwirte sich auf Nischen spezialisieren und gleichzeitig die Tradition ihrer Betriebe bewahren. Tätigkeiten wie Gästebeherbergung, Direktvermarktung oder Schulklassenführungen sind nur einige Beispiele, wie man im Nebenerwerb aktiv werden kann. Doch es gibt auch Herausforderungen. Das Zeitmanagement zwischen Hof, Hauptberuf und Privatleben ist nicht immer einfach. Auch die bürokratischen Anforderungen sind nicht minder umfangreich als bei Vollerwerbsbetrieben – das kann einen ganz schön an den Rand der Verzweiflung bringen.

Bürokratie und ihre Tücken

Ein zentrales Anliegen, das viele Bäuerinnen und Bauern umtreibt, ist die Bürokratie. Die Auflagen und Vorgaben nehmen zu, und der Aufwand wird oftmals als unverhältnismäßig zum Ertrag empfunden. Viele Klein- und Mittelbetriebe haben es schwer, wirtschaftlich zu arbeiten und den Anforderungen gerecht zu werden. Die Landwirtschaftskammer wird in diesem Zusammenhang als wichtige Stimme wahrgenommen. Sie bietet Unterstützung in rechtlichen Fragen, macht sich für die Anliegen der Bauern stark und fordert praxistaugliche Lösungen – es ist an der Zeit, den Bürokratieabbau ernsthaft anzugehen.

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Der Autor dieser Zeilen möchte die Anliegen aus den Gemeinden und Bezirken weitertragen. Es ist wichtig, dass sowohl große als auch kleine Höfe eine Zukunftsperspektive haben, nicht nur für die aktuelle Generation, sondern auch für die nächste. Die Landwirtschaft hat viel zu bieten – ein Stück Heimat, Tradition und die Verbindung zur Natur. Das sollten wir nicht nur bewahren, sondern auch weiterentwickeln.

Die Herausforderungen sind groß, doch die Chancen ebenso. Mit einem starken Netzwerk und dem richtigen Bewusstsein können wir die Landwirtschaft in unserer Region zukunftssicher gestalten. Und das sollte uns allen am Herzen liegen!

Für weitere Informationen über die Themen der Landwirtschaft in Gmunden besuchen Sie bitte die Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Für tiefere Einblicke in die Nebenerwerbslandwirtschaft und die damit verbundenen Chancen lohnt sich ein Blick auf die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

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