Frauen in Linz fühlen sich nachts unsicher – Umfrage zeigt alarmierende Ergebnisse
Heute ist der 7.07.2026 und wir schauen uns die aktuellen Ergebnisse einer Umfrage an, die im Rahmen der Kampagne „Frauenstadt. Sicher!“ durchgeführt wurde. Immerhin haben 329 Frauen aus Linz daran teilgenommen! Das Ergebnis? Die Mehrheit fühlt sich abends und nachts alles andere als sicher. Es ist schon beunruhigend, dass 72% der Befragten angeben, dass sie sich zu späteren Stunden deutlich unsicherer fühlen. Besonders betroffen sind junge Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die oft von Belästigungen und Catcalling berichten.
Die Orte, an denen sich diese Unsicherheit besonders bemerkbar macht, sind den Frauen gut bekannt: der Hauptbahnhof, der Volksgarten, der Schillerpark und die Goethekreuzung. Auch Unterführungen und schlecht beleuchtete Wege stehen auf der Liste unsicherer Plätze. Dunkelheit, mangelnde soziale Kontrolle und negative Erfahrungen im öffentlichen Raum sind die Hauptgründe für das Unbehagen. Über 40% der Frauen nutzen fast ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel, was die Bedeutung von sicheren Haltestellen und gut beleuchteten Wegen unterstreicht.
Die Stimme der Frauen
Paulina Wessela, die Frauensprecherin der SPÖ-Gemeinderatsfraktion Linz, hat deutlich gemacht, dass Sicherheit weit mehr ist als nur die Abwesenheit von Kriminalität. Frauen passen ihre Wege täglich an, um sich sicher zu fühlen, was ihre Freiheit stark einschränkt. Es ist fast schon tragisch, dass Frauen in unserer Stadt so oft ihre Routen überdenken müssen, nur um sich sicherer zu fühlen. Soziale Medien tragen nicht gerade zur Verbesserung der Situation bei; dort werden Rollenbilder propagiert, die Respektlosigkeit gegenüber Frauen normalisieren. Es muss sich dringend etwas ändern.
Um den Frauen eine Stimme zu geben, sollen die Umfrageergebnisse in den Stadtteilen vorgestellt und mit den Bewohnerinnen diskutiert werden. Ziel ist es, konkrete Verbesserungsvorschläge zu entwickeln – und das nicht nur in Form von leeren Versprechungen. Safe City Walks und Beteiligungsformate sind dafür gedacht, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Das klingt ja fast nach einem Plan! An diesen Initiativen sollten wir alle interessiert sein.
Die Ergebnisse der Umfrage sind ein starkes Zeichen dafür, dass wir uns in Linz um mehr als nur die Straßenbeleuchtung kümmern müssen. Es geht um ein Gefühl der Sicherheit, um die Lebensqualität. Frauen sollen sich in ihrer Stadt wohlfühlen, ohne ständig auf ihre Umgebung achten zu müssen. Es bleibt zu hoffen, dass die Diskussionen und die daraus resultierenden Maßnahmen echte Veränderungen bewirken werden.
Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist nicht nur eine Frage des Schutzes, sondern auch der Würde. Es geht darum, dass jede Frau das Recht hat, sich frei und sicher zu bewegen. Und das ist es, was wir in Linz anstreben sollten – eine Frauenstadt, in der sich alle sicher fühlen können.
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