Die Hundefreilaufzone im Wasserwald in Linz steht seit Frühjahr 2024 im Mittelpunkt intensiver Diskussionen. Die Fläche für Hunde wurde verkleinert und in Randbereiche verlagert, was bei zahlreichen Hundehaltern auf Unmut stößt. Kritiker bemängeln die mangelnde Infrastruktur am neuen Standort, wie das Fehlen von Sitzbänken und Wasserstellen. Diese Entscheidung wird von der Stadt Linz damit begründet, dass eine bessere Ordnung und weniger Konflikte zwischen den Parknutzern erreicht werden sollen. Doch die Hundehalter sehen das anders und empfinden die Verkleinerung als einseitige Benachteiligung. Der Wasserwald steht somit symbolisch für die zunehmende Regulierung und den schwindenden Raum für Hunde und ihre Besitzer in der Stadt.
Pfarrer Franz Zeiger, auch bekannt als der „Tierpapst“, setzt sich für Verbesserungen in der Hundefreilaufzone ein. Er lädt alle Interessierten zu einer gemeinsamen Begehung am Freitag, den 8. Mai um 14 Uhr am Wasserwald-Parkplatz Am Langen Zaun ein. Ziel dieser Begehung ist es, Ideen von Hundebesitzern zur Verbesserung der Hundefreilaufzone zu sammeln. Stadträtin Eva Schobesberger von den Grünen hat ihre Unterstützung für die Hundebesitzer signalisiert. Die Teilnahme an der Begehung ist ohne Anmeldung möglich, und auch die vierbeinigen Freunde sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt, außer bei extremen Wetterbedingungen wie Schneefall oder starkem Regen.
Unmut unter Hundehaltern
Ende Mai wurde im Linzer Stadtsenat eine Neuregelung der Hundefreilaufzone im Wasserwald beschlossen, die bei vielen Hundehaltern auf Unzufriedenheit stößt. Die Linzer Grünen fordern Stadtrat Michael Raml von der FPÖ auf, nachzubessern. Raml kündigte zwar Maßnahmen an, ließ jedoch verlauten, dass am neuen Standort der Freilaufzone nichts mehr zu ändern sei. Kritische Punkte, die von den Hundehaltern geäußert werden, sind die zu nahe Lage an viel befahrenen Straßen und Radwegen sowie die unzureichende Infrastruktur, die in einer wildreichen Zone zusätzlich problematisch erscheint.
Eine Online-Petition, die rund 2.300 Unterschriften von Hundehaltern sammelte, zeigt das große Interesse und die Besorgnis der Betroffenen. Anscheinend waren die Beschwerden von Parknutzern, die der Linz AG als Eigentümerin der Fläche vorgelegt wurden, der Anlass für die Neuregelung. Die Fläche wurde von der Mitte des Naherholungsgebiets an den Rand verlegt und umfasst nun 21 Hektar.
Zukunft der Hundefreilaufzone
Um den neuen Standort der Hundefreilaufzone attraktiver zu gestalten, plant die Linz AG, ab September Sitzmöglichkeiten zu installieren. Zudem wurde der Wunsch nach Trinkbrunnen an die Linz AG weitergegeben. Trotz der Kritik und der hitzigen Diskussionen, die Raml als „sehr emotional“ beschrieb, gab es auch konstruktive Vorschläge von den etwa 80 anwesenden Hundehaltern. Doch Raml betont, dass sich an der jetzigen Fläche nichts mehr ändern werde.
Im Kontext der Hundefreilaufzonen in Linz gibt es allerdings positive Entwicklungen. Die Stadt hat kürzlich ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung eingezäunter Hundezonen angekündigt, welches noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Verbesserungen werden unter anderem im Bellevuepark und an der Blumauerstraße vorgenommen. Diese Anpassungen zielen darauf ab, funktionale und umweltschonende Grünflächen zu schaffen, die sowohl für Hundehalter als auch für die Umwelt von Vorteil sind. Eine Google-Karte bietet eine aktuelle Übersicht über die Hundefreilaufzonen in Linz, was die Nutzung dieser Flächen erleichtert.
Die Situation im Wasserwald bleibt spannend und es wird sich zeigen, ob die geplanten Maßnahmen den Bedürfnissen der Hundehalter gerecht werden und zu einer Verbesserung der Hundefreilaufzone beitragen können. Für weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen kann die vollständige Quelle unter linza.at eingesehen werden.