Am 21. Mai 2025 war es wieder soweit: Die Stadt Linz verlieh den begehrten „Stadt der Vielfalt“-Preis. Diese Auszeichnung hat es in sich, denn hier werden Projekte geehrt, die sich für Integration, Interkulturalität und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Die Verleihung fand im Rahmen der Woche der Vielfalt statt, ein Event, das die bunte Vielfalt der Stadt zelebriert und zeigt, wie wichtig Engagement für ein harmonisches Zusammenleben ist. Bürgermeister Dietmar Prammer brachte es auf den Punkt: Es braucht das Engagement aller, um das Miteinander in einer vielfältigen Stadt zu fördern.
Insgesamt wurden neun Initiativen ausgezeichnet, die mit ihren kreativen Ideen und Projekten einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten. In der Kategorie „Integration“ wurden unter anderem die „Männerberatung und Prävention“ der Volkshilfe Flüchtlings- und Migrantenbetreuung GmbH sowie das „Sprachcafé to go“ von Pangea geehrt. Auch der Verein „Fremde werden Freunde“ konnte mit seinem Projekt „Sport-Freunde“ punkten. Ein Anerkennungspreis ging an „More Amor Por Favor“ der Johannes Kepler Universität Linz. Diese Projekte zeigen, wie vielfältig die Ansätze zur Integration in Linz sind und dass viele Wege zum Ziel führen können.
Interkulturalität im Fokus
Doch nicht nur in der Kategorie Integration gab es viel zu feiern. Auch in der Kategorie „Interkulturalität“ wurden spannende Projekte prämiert. Hierzu zählt das „Cinéma Africain Filmfestival“ des Kulturvereins Beyond Frames sowie die interkulturelle Werkstatt für hispanoamerikanische Folklore des Kulturvereins Hispanische Community in Linz und Umgebung. Die „Afro Hair Sessions“ des Vereins Jaapo fanden ebenfalls großen Anklang. Diese Initiativen bringen Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammen und fördern das Verständnis füreinander – eine Notwendigkeit in unserer Zeit!
Besonders erfreulich ist zudem die Auszeichnung von Projekten in der Kategorie „interkulturelle Kinder- und Jugendintegrationsarbeit“. Hier wurden unter anderem „Kreative Strategien für ein gutes Leben“ des Vereins Maiz und das Projekt „Fit für die Schule“ des Instituts für Interkulturelle Pädagogik der Volkshochschule Oberösterreich gewürdigt. Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer erklärte dazu, dass die gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am gesellschaftlichen Geschehen das Ziel der Integration sei. Ein schöner Gedanke, der sicherlich auch in der kommenden Ausschreibung 2025 weiterverfolgt wird!
Ein Blick in die Zukunft
Die Vorfreude auf die nächste Vergabe des „Stadt der Vielfalt“-Preises im Jahr 2025 ist bereits jetzt spürbar. Mit insgesamt 22 eingereichten Projekten in verschiedenen Kategorien zeigt sich das Engagement der Linzer Bevölkerung für interkulturelle Themen. Die Ausschreibung für 2025 legt den Fokus auf innovative Ideen, die den Dialog zwischen Kulturen fördern und Diskriminierung sowie Rassismus entgegenwirken. Dies könnte eine spannende Herausforderung für Einzelpersonen, Bildungsinstitutionen und kreative Initiativen sein, die sich an diesem wichtigen Thema beteiligen möchten.
Mit einer Gesamtdotierung von 17.500 Euro wird es sicherlich viele kreative Köpfe anregen, ihre Ideen einzureichen. Die Jury, bestehend aus Iga Mira Mayr, Ashkan Nematian und Mag.a Elisabeth Zechenter, wird auch im nächsten Jahr sicher ein Ohr für die besten Projekte haben, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter stärken können.
In einer Zeit, in der Zuwanderung, Integration und Vielfalt zentrale gesellschaftliche Themen sind, ist es wichtig, solche Initiativen zu fördern. Die Debatte über Integration hat durch die Flüchtlingszuwanderung an Dynamik gewonnen, und die Herausforderungen, die sich in Klein- und Mittelstädten ergeben, sind nicht zu unterschätzen. Doch diese Herausforderungen bringen auch Chancen mit sich. Die Stadt Linz beweist, dass bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Vielfalt Hand in Hand gehen können. Mehr Informationen zur Preisverleihung gibt es hier.
