In Pabneukirchen tut sich gerade einiges. Die Heimatstube, ein Ort voller Erinnerungen und Geschichten, wird in diesem Sommer abgerissen. Ein Schritt, der viele Menschen berührt, denn die Heimatstube war nicht nur ein Gebäude, sondern ein Stück Heimat für viele. In den letzten zwei Wochen konnte man im Rahmen der Sonderausstellung „Persönlichkeiten gestern und heute“ noch einmal in die Vergangenheit eintauchen. Die Ausstellung erfreute sich über großen Zuspruch und viele Ehemalige reisten extra aus dem Burgenland, Wien, Niederösterreich sowie aus den Bezirken Perg und Freistadt an, um Teil dieses besonderen Events zu sein. Mancher Besucher hatte Tränen in den Augen, als er alte Bekannte sah und in Erinnerungen schwelgte.

Die Ausstellung, die von Christine Hochstöger und den Obmännern Karl Wimhofer, Josef Lumetsberger und Robert Zinterhof organisiert wurde, stellte Persönlichkeiten vor, die die Gemeinde geprägt haben. Unter den ausgestellten Personen befanden sich Josef Mühlbachler, ein ehemaliger Gemeindearbeiter, und Friedrich Mühlbachler, der als Elektriker und Gemeindevorstand einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Auch Ernst Neulinger, der Landwirt und Raiffeisen-Obmann, sowie Karl Neulinger, ein blinder Bürstenbinder, fanden ihren Platz in der Ausstellung. Karl Leitner, ehemaliger Schuldirektor und Kulturreferent, und Christine Hochstöger, die Obfrau des Heimatvereins, wurden ebenfalls gewürdigt. Es war ein echtes Aufeinandertreffen von Vergangenheit und Gegenwart.

Ein letzter Blick zurück

Die Eröffnung fand am 5. Mai 2026 statt, und die Ausstellung öffnete am 10. Mai ihre Türen von 9.30 bis 13 Uhr. Der Rekordbesuch war beeindruckend – die 100. und 101. Besucher, Silvia und Hans Mayer, wurden herzlich von Hochstöger und Wimhofer empfangen. So viele Menschen, die gekommen sind, um ihre Wurzeln zu feiern und sich an die guten alten Zeiten zu erinnern. Ein beliebtes Fotomotiv war der Anrei Tisch von Anton Reisinger, ein Meisterstück aus dem Jahr 1884, das dem Heimatverein 2006 geschenkt wurde und eine Geschichte bis 1894 hat. Erinnerungen, die bis heute lebendig sind!

Eintritt in die Ausstellung war kostenlos, was sicherlich dazu beitrug, dass viele Interessierte den Weg in die Heimatstube fanden. Die Führungen durch die Ausstellung waren ein echtes Highlight. Christine Hochstöger, Karl Wimhofer, Josef Lumetsberger und Robert Zinterhof führten die Besucher mit viel Herzblut durch die Präsentation. Man konnte förmlich spüren, wie wichtig diese Menschen die Bewahrung der Geschichte ihrer Heimat ist. Die Heimatstube wird bald Geschichte sein, aber die Erinnerungen, die sie in den Herzen der Menschen hinterlässt, bleiben bestehen.

Ein kulturelles Erbe bewahren

In einem größeren Kontext lässt sich der Abriss der Heimatstube auch als Teil eines bewegenden Prozesses sehen. Der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) mit Sitz in Wien widmet sich der Bewahrung solcher kulturellen Erben. Das Haus der Heimat fungiert als Dokumentationsstätte und Forschungsinstitut und fördert den Austausch zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen. Es ist ein Ort, an dem der Abbau von Vorurteilen und das Verständnis zwischen den Kulturen gefördert wird. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerungen und Geschichten lebendig zu halten, auch wenn die Orte, an denen sie einst verwurzelt waren, nicht mehr existieren.

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Das Leben in Pabneukirchen wird weitergehen, auch wenn die Heimatstube bald nicht mehr da ist. Die Geschichten und Erinnerungen, die dort gelebt wurden, werden in den Herzen der Menschen weiterleben. Vielleicht ist das der wahre Schatz, den wir bewahren müssen.