In Perg hat sich kürzlich ein bedeutender Wechsel in der Landwirtschaft vollzogen. Barbara Payreder wurde einstimmig zur neuen Obfrau der Bezirksbauernkammer Perg gewählt. Diese Wahl fand im Gasthaus Grabenschweiger in Pergkirchen im Rahmen einer Obmänner-Konferenz statt. Zuvor gab Christian Lang seine Funktion als Obmann ab, was sicherlich für viele ein überraschendes Ende seiner Amtszeit war. Die neue Obfrau, die auch Bürgermeisterin in Pabneukirchen ist, bedankte sich herzlich bei Lang für dessen engagierte Tätigkeit. Ein schöner Abschied, der zeigt, wie wichtig Kontinuität in solchen Positionen ist.

Barbara Payreder bringt eine Menge Erfahrung und Fachwissen mit. Sie wuchs selbst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in St. Thomas am Blasenstein auf und lebt seit 2002 auf einem Bauernhof in Pabneukirchen. Ihre Ausbildung zur landwirtschaftlichen Facharbeiterin und die Rolle als Betriebsführerin seit 2008 geben ihr das nötige Rüstzeug, um sich mit Praxisnähe für die Anliegen der bäuerlichen Familienbetriebe im Bezirk Perg einzusetzen. Ihr Betrieb umfasst einen Mutterkuhbetrieb mit Gallowayrindern, eine kleine Rindermast mit Fleckvieh und eine Direktvermarktung von Rindfleisch und Wildmasthenderl. Ein echtes Vorzeigeprojekt!

Ein starkes Engagement für die Landwirtschaft

Payreder ist kein unbeschriebenes Blatt in der Landwirtschaft. Von 2009 bis 2015 war sie Bäuerinnenbeirätin in Pabneukirchen, und von 2015 bis 2019 diente sie als Vizebürgermeisterin. Seit November 2019 ist sie nun Bürgermeisterin, und erst vor einigen Wochen übernahm sie zusätzlich die Leitung des Bauernbundes im Bezirk Perg. Ihre umfassende Erfahrung wird ihr sicherlich helfen, die Interessen der Bäuerinnen und Bauern zu vertreten. Sie betont dabei die Wichtigkeit von Respekt und guten Gesprächen, um langfristige Erfolge zu erzielen. Das sind wertvolle Ansätze, die in der heutigen Zeit oft zu kurz kommen.

Besonders bemerkenswert ist, dass Payreder sich nicht als „klassische und normgerechte“ Bäuerin sieht. Sie hebt die Vielfalt in der Landwirtschaft hervor, was in einer Zeit, in der das Bild der Bäuerin oft noch sehr traditionell ist, erfrischend ist. Es gibt viele Stimmen, die das bestätigen: Rund 35 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Landwirtschaft sind Frauen, aber nur 11 Prozent der Betriebe werden von Frauen geführt. Im EU-Vergleich ist Deutschland eher im hinteren Drittel, wenn es um weibliche Führungskräfte in der Landwirtschaft geht. Umso wichtiger ist es, dass Frauen wie Payreder in solchen Positionen sichtbar werden und die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern vertreten.

Die Herausforderungen und Chancen

Die Landwirtschaft hat viele Herausforderungen zu meistern. Der Zugang zu Ressourcen ist oft ein großes Thema, besonders für Frauen in diesem Bereich. Laut der FAO sind weltweit nur 15 Prozent aller Landbesitzenden Frauen. Das ist erschreckend niedrig, vor allem wenn man bedenkt, dass gleiche Ressourcen für Bäuerinnen die Ernteerträge um fast ein Drittel steigern könnten. Eine solche Perspektive könnte auch für Payreder von Bedeutung sein, wenn sie die Interessen der bäuerlichen Familien im Bezirk Perg vertritt.

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Es bleibt spannend zu beobachten, wie Barbara Payreder ihre Position nutzen wird, um Veränderungen voranzutreiben. Denn mit ihrem Engagement könnte sie nicht nur die Landwirtschaft im Bezirk Perg stärken, sondern auch ein Vorbild für viele andere Frauen in ländlichen Berufen werden. Die Herausforderungen sind groß, aber mit einer starken Stimme wie ihrer wird die Zukunft sicher interessanter und vielfältiger.